Per Lift ins Flugzeug: PRM-Fahrzeug (für mobilitäseingeschränkte Personen) mit modernster Elektrotechnologie im Einsatz für mehr Würde und mehr Sicherheit beim Boardingprozess.
Modern, innovativ, schnell und technisiert ist der Alltag geworden und auch der Anteil von Menschen mit Einschränkungen im Reiseverkehr wächst von Jahr zu Jahr. Am Salzburg Airport ist der Medical Service Ansprechpartner für PRM Gäste (Passenger with reduced mobility) und sorgt für einen reibungslosen Bording oder Debording Prozess von Menschen mit Einschränkungen.
Urlauber, Geschäftsreisende und Weltenbummler denken am Flughafen immer zuerst an den Check-in, an die Gepäckaufgabe, wo bekomme ich noch einen schnellen Kaffee und ein Croissant, an die Sicherheitskontrolle und die Abfluggates - der rasche und zügige Gang an Bord des Flugzeuges ist immer im Fokus. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – an Flughäfen wird die Abkürzung PRM (Passenger with reduced mobility) - verwendet, beginnt die Reise jedoch oft mit einer zusätzlichen Herausforderung: dem Weg durch lange Terminalwege, Wartebereiche, Vorfelder – und schließlich der Übergang ins Flugzeug.
„Hier kommen in Salzburg PRM-Fahrzeuge ins Spiel, das sind speziell ausgerüstete Transport- und Boarding-Fahrzeuge, die Mobilitätseinschränkungen nicht als Sonderfall, sondern als selbstverständlichen Teil moderner Infrastruktur behandeln,“ so Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer. Diese Boarding-Lifte oder PRM-Lifte, die Passagierinnen und Passagiere auf Vorfeldpositionen auf Kabinenhöhe an die Flugzeugtür bringen, werden vom Medical Service Team des Salzburger Flughafens betrieben. „Für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt gehen können, sind diese technischen Hilfen weit mehr als ein Komfortangebot - es sind die Schlüssel zu Sicherheit, Selbstbestimmung und einem würdevollen Reiseerlebnis. Der neue vollelektrische PRM Lift von BULMOR ist übrigens der erste, der in Österreich eingesetzt wird,“ so Flughafenfeuerwehrchef Wimmer Werner, der auch für den Medical Service am Airport verantwortlich ist. In früheren Zeiten mussten PRM-Passagiere mit improvisierten Hilfen an Bord des Flugzeuges getragen werden. Dieser Prozess war nicht nur unangenehm für den PRM-Fluggast, es war auch eine körperliche Herausforderung für das Medical Service Team, denn wie mit einem Tragstuhl mussten diese Passagiere über die Gangway (Passagiertreppe) in das Flugzeug getragen werden.
Moderne PRM-Fahrzeuge verfügen über sichere Rampen- oder Lift-Systeme, Haltegurte, rutschfeste Böden, modernste elektrotechnische Anlagen und ausreichend Platz für Rollstühle. Für das Personal sinkt zugleich die körperliche Belastung und das Risiko von Arbeitsunfällen wird deutlich reduziert. PRM-Fahrzeuge schaffen aber auch Zeit- und Prozesssicherheit, denn Boarding und De-Boarding lassen sich besser organisieren und Verspätungen können vermieden werden. „Reisen bedeutet für viele Menschen einfach Freiheit, berufliche Mobilität und soziale Teilhabe. Barrierearme Abläufe sind damit nicht nur eine Servicefrage, sondern Ausdruck gelebter Inklusion,“ so Ganghofer weiter. PRM-Fahrzeuge sind nicht nur Spezialtechnik, sie stehen für einen Perspektivwechsel, denn Mobilitätseinschränkungen werden nicht als Ausnahme organisiert, sondern systematisch mitgedacht. Wenn ein PRM-Boarding-Lift Passagiere ruhig und sicher auf Kabinenhöhe bringt, wenn ein barrierearmes Fahrzeug den Weg über das Vorfeld oder durch weitläufige Terminals erleichtert, dann ist das „gelebte Barrierefreiheit“ – sichtbar, praktisch und wirksam.
Das Medical Service Team am Salzburg Airport
Am Salzburg Airport sorgt das Medical Service Team für die medizinische Versorgung und Betreuung aller Passagiere, Besucher und Mitarbeitenden. Das Medical Service Team ist zentraler Bestandteil der Sicherheits- und Servicekette - zu den wichtigsten Aufgaben gehört die Erste Hilfe und Notfallversorgung und reagiert auf medizinische Notfälle im Terminal (z. B. Kreislaufprobleme, Stürze, Atemnot, allergische Reaktionen, Herzbeschwerden) und leitet je nach Situation sofortige Maßnahmen ein, bis ein Rettungswagen oder Notarzt übernimmt. Das Team unterstützt aber auch bei einem schonenden Boarding-Prozess oder bei der Abholung von Passagieren, die entweder an den Rollstuhl gebunden sind oder mobil so eingeschränkt sind, dass sie Unterstützung benötigen.
„Alleine im letzten Jahr hat unser Medical Service Team insgesamt 13641 Menschen mit Einschränkungen, die auf den Rollstuhlservice angewiesen waren und mit PRM-Shuttles über das Vorfeld oder mit Boarding-Liften samt ihrer Begleitung direkt ins Flugzeug gebracht wurden, begleitet“ so Wimmer.
Technische Eckdaten PRM Lift