Im Projekt Terminallandschaft NEU wird alles in Bezug auf den schrittweisen Um- und Neubau sowie die Erweiterung der bestehenden Terminalanlagen bei durchgehendem Flughafenbetrieb erfasst. Das erklärte Ziel dieses Projektes ist es, die Abflug- und Ankunftsbereiche funktional, kapazitiv und baulich an die zukünftigen Anforderungen anzupassen.
Die Umsetzung erfolgt in zwei großen Bauphasen und einer Vielzahl an Bauabschnitten. Vorgezogene Maßnahmen umfassen die Baufeldfreimachung, den Abbruch des Streumittellagers und des Hangars 2 sowie den Umbau der Sperrgepäckaufgabe mit Start im Herbst 2026. Diese Arbeiten dienen der Sicherstellung des Flughafenbetriebs während der anschließenden Hauptbaumaßnahmen.
Die Bauphase I betrifft den Abflugbereich: Betrifft die Erweiterung und Adaptierung des Terminals 2, den Neubau eines Verbindungsgangs zwischen Terminal 1 und Terminal 2, die Anpassung der Check-in-Halle einschließlich eines landside-seitigen Zubaus sowie die Aufstockung und Sanierung der bestehenden Check-in-Halle. Während der Bauzeit werden Check-in-, Sicherheitskontroll-, Gate- und Personalbereiche schrittweise verlegt, erweitert oder provisorisch betrieben. Der Abflug wird nach Fertigstellung überwiegend über das modernisierte Terminal 2 abgewickelt.
In der Bauphase II wird der Terminal 1 abschnittsweise rückgebaut und ein neuer Ankunftsbereich errichtet. Dies betrifft die Gepäckrückgabe, die Fluggasthalle sowie die Bereiche für Non-Schengen-Ankünfte und das Einreise-System EES (biometrisches Entry Exit System). Der bestehende Ankunftsbetrieb bleibt während der Bauarbeiten zunächst aufrechterhalten und wird nach Fertigstellung des ersten Neubauabschnitts in die neue Ankunftshalle verlegt.
Erst der letzte Bauabschnitt beinhaltet die Fertigstellung der Non-Schengen-Ankunftshalle einschließlich der erforderlichen EES-Einreisebereiche.
Für die Gesamtumsetzung aller Maßnahmen ist der Zeitraum April 2027 bis Oktober 2033 vorgesehen. Die größten Herausforderungen für die Professionisten und auch für die operationellen Kräfte am Flughafen liegen im Bau während des laufenden Betriebes. Dabei muss die Bauabwicklung vor allem den laufenden Flugbetrieb berücksichtigen. Damit verbunden sind nicht nur temporäre Einrichtungen, Staubschutz- und Trennwände. Gerade für Passagiere müssen Verkehrsführungen angepasst werden und Fluchtwege berücksichtigt werden. Auch die Zufahrt für Rettungsdienste, Lieferverkehr und Abfallentsorgung muss zu jeder Zeit sichergestellt sein. Oberstes Ziel ist es, den Flughafen während der gesamten Bauzeit betriebsfähig zu halten.
Die grafischen Darstellungen entsprechen dem heutigen Stand der Planungen - Änderungen vorbehalten.
Das Projekt gliedert sich grundsätzlich in zwei Bauphasen, die wiederum in zehn Bauabschnitte unterteilt sind. Diese Bauabschnitte umfassen insgesamt vierzehn klar definierte Baumaßnahmen, die teilweise parallel durchgeführt werden, dadurch wird sichergestellt, dass alle für den laufenden Betrieb erforderlichen Provisorien, vorbereitenden Maßnahmen – wie Staubschutzwände und Wegeführungen – sowie sonstigen baulichen Maßnahmen rechtzeitig umgesetzt werden. Die einzelnen Baumaßnahmen sind in den Bauphasenplänen dargestellt und erläutert. Umschalt- und Inbetriebnahmeszenarien, beispielsweise die Verlegung der Abflughalle in das Terminal 2, sind in einem Rahmenterminplan festgelegt. Dieser gewährleistet sowohl die fristgerechte Abnahme der einzelnen Teilbereiche als auch die Einhaltung der vorgesehenen Inbetriebnahmephasen. Bereits vor Beginn der Um- und Ausbauarbeiten werden kleinere, vorgezogene Umbaumaßnahmen im Bereich der Gepäcksortierhalle durchgeführt.
Im Zuge des Um- und Ausbaus wird der Flughafen Salzburg einer Gebäudezertifizierung nach ÖGNI/DGNB unterzogen. Diese Zertifizierung steht für nachhaltiges Bauen und Betreiben von Immobilien in Österreich und stellt sicher, dass alle relevanten technischen Richtlinien und Regelwerke berücksichtigt und eingehalten werden. Die barrierefreie Nutzung des Gebäudes wurde gemeinsam mit der Flughafen Salzburg GmbH, unter Einbeziehung eines Brandschutzsachverständigen abgestimmt.[FH1.1] Die entsprechenden Festlegungen waren bereits Teil des Bauantrags, wurden mit der zuständigen Behörde erörtert und im Rahmen der Errichtungsbewilligung auch genehmigt. Auch das Brandschutzkonzept einschließlich der zugehörigen Planunterlagen war Teil des Bauantrags und wurde mit der zuständigen Behörde abgestimmt. Im Zuge der behördlichen Abnahmen wird überprüft. Ob die geplanten Maßnahmen ordnungsgemäß umgesetzt wurden.
Der Flughafen wird in mehreren Bauabschnitten um – und ausgebaut. Dadurch ist es möglich den Flugbetrieb während der gesamten Bauzeit aufrecht zu erhalten. Bereits in der Planungsphase wurde darauf geachtet,, betriebliche Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.. Alle Bauabschnitte, Sperrflächen und Baustelleneinrichtungen wurden in enger Abstimmung mit dem Flughafen festgelegt, um einen reibungslosen operativen Betriebsablauf sicherzustellen.
Für die Bauausführung werden staubarme und vibrationsreduzierte Verfahren eingesetzt. Auch die Lärmbelastung wird so weit wie möglich reduziert. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sensiblen Schnittstellen zwischen Bestandsgebäude und Neubau. Die vorhandene Tragstruktur wurde umfassend analysiert und bei der Planung entsprechend berücksichtigt. Der Neubau wird gemäß den geltenden Normen sowie dem neuesten Stand der Technik geplant, bemessen und ausgeführt.
Die Heizung erfolgt über das Fernwärmenetz und wird als Niedertemperatursystem ausgeführt. Die Lüftungsgeräte sind mit hocheffizienten Wärmetauschern zur Energierückgewinnung ausgestattet und die Kühlung erfolgt über hocheffiziente Luftwärmepumpen am Dach der Flughafengebäude. Sämtliche neu errichteten Anlagen werden über die Gebäudeleittechnik (GLT) geregelt und in den Bestand eingebunden.
Die Fernwärme wird im bestehenden Kollektorgang an die Bestandsleitungen angebunden, ebenso wird das Trinkwasser an die vorhandenen Leitungen angebunden. Die neu errichteten Schmutzwasserkanäle werden an den Kanalbestand angebunden und in das bestehende Kanalsystem verbracht. Die Stromversorgung der einzelnen Unterverteiler erfolgt über die bestehenden Niederspannungshauptverteilungen (NSHV) der Energiezentrale Mitte und Terminal 2 (T2). Für die IT Verteilung werden von Bestehenden EDV Verteilern Lichtwellenleitungen zu den Neunen EDV Standorten verlegt.
Terminal 2: Der bestehende Stahlbau wird weitergeführt. Dadurch bleiben die ursprüngliche architektonische Ästhetik und das bestehende Konstruktionsprinzip erhalten.
Terminal 1: Als weit gespannte Dachkonstruktion ist ein nachhaltiges Holzfachwerk vorgesehen. In Kombination mit sogenannten „Baumstützen“ – Stahlstützen mit Betonsockeln – wird die Anzahl der erforderlichen Einzelstützen reduziert, dies ermöglicht einen ressourcenschonenden Materialeinsatz.
Zur Reduzierung der sommerlichen Überhitzung ist eine 3-fach Sonnenschutzverglasung vorgesehen. Der Einsatz von nachhaltigen Baumaterialien wird durch die ÖGNI/DGNB Gebäudezertifizierung (Einhaltung Grenzwerte EU-Taxonomie) sicher gestellt.
Die technische Überwachung der Bauqualität erfolgt kontinuierlich während der gesamten Bauausführung. Dabei wird regelmäßig überprüft, ob die ausgeführten Leistungen den freigegebenen Plänen, Leistungsverzeichnissen, behördlichen Auflagen und geltenden Normen entsprechen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Bauteilen und Leistungen, die nach ihrer Fertigstellung nicht mehr sichtbar oder nur schwer zugänglich sind. Dazu zählen beispielsweise tragende Konstruktionen, Abdichtungen, Brandschutzmaßnahmen, Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Diese Leistungen werden gezielt geprüft, fotografisch dokumentiert und anschließend für den nächsten Arbeitsschritt freigegeben. Die Ergebnisse werden in Protokollen und Prüfberichten festgehalten.
Die Prüf- und Abnahmeprozesse erfolgen grundsätzlich stufenweise. Sie umfassen die Eigenkontrolle der ausführenden Unternehmen, Vorabnahmen und Kontrollen durch Fachbauaufsichten, fachtechnische Überprüfungen durch Sachverständige, Funktionstests, sowie Schlussabnahmen.
Festgestellte Abweichungen oder Mängel werden in Listen und Protokollen erfasst, den verantwortlichen Unternehmen mit Erledigungsfristen zugeordnet und bis zur vollständigen Behebung nachverfolgt. Eine strukturierte Dokumentation und Zusammenführung von Schriftverkehr, Fotos, Prüfprotokolle, Abnahmeunterlagen und weiteren relevanten Unterlagen ist ebenso wichtig wie die Kontrolle der ausgeführten Leistungen vor Ort.
Bauqualität entsteht damit nicht erst bei der Schlussabnahme, sie ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Prozesses aus Planung, Eigenkontrolle, fachtechnischer Überwachung, Koordination und konsequenter Dokumentation.
Im Neubau sind drei Stromnetze vorgesehen:
Eine zusätzliche Redundanz von Stromnetzten ist nicht vorgesehen. Sicherheitskritische Anlagen werden entweder von der Netzersatzanlage oder durch das USV- Netz versorgt. Für die IT-Infrastruktur werden die einzelnen EDV-Schränke über zwei voneinander unabhängige Lichtwellenleiter-(LWL-)Verbindungen angebunden: jeweils über einen Airside- und einen Landside-EDV-Verteiler. Diese Leitungen werden auf getrennten Kabelwegen geführt, dadurch ist eine redundante IT-Anbindung sichergestellt.
Auf dieser Website werden wir Sie über die bauliche Entwicklung zum Großprojekt Terminal auf dem Laufenden halten, die Seite wird mit Bildern, Plänen und FAQs (Fragen und Antworten) kontinuierlich ergänzt.