2018 - erhöhte PFAS Werte festgestellt
2018 wurden im Rahmen eines Sondermessprogramms des Bundes („Spurenstoffe im Grundwasser“ im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus) bei der Beprobung des Grundwassers im Abstrom des Salzburger Flughafens erhöhte PFAS-Werte gemessen. PFAS zählen zu den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“, da sie sich in der Natur über Jahrzehnte kaum abbauen. Im Zuge der Ursachenermittlung wurde festgestellt, dass die Ursache des PFAS-Nachweises die Verwendung von PFAS-haltigem Löschschaum war. Vermutlich seit den 1960er-Jahren wurden im Rahmen von flugbetrieblich verbindlich durchzuführenden Feuerwehrübungen auf dem Flughafengelände geringe Anteile von zugelassenem und dem damaligen Stand der Technik entsprechendem Löschschaum in den Boden eingebracht. Sowohl die Löschübungen als auch der verwendete Schaum waren zu jeder Zeit rechtskonform.
Nach Bekanntwerden der PFAS-Nachweise im Boden und Grundwasser stellte der Flughafen diese Anwendungen am Standort umgehend ein und beschaffte ein alternatives Löschmittel. Es wurden seither umfassende Beprobungen der neu eingesetzten Stoffe eingeleitet.
2022 – Pressekonferenz und öffentliche Veranstaltung
Im März 2022 wurde unmittelbar nach einer Pressekonferenz für die Medien auch die breite Öffentlichkeit vom damaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrates im Zuge einer eigenen Informationsveranstaltung über den Stand der Erhebungen in Kenntnis ge-setzt. Dem Flughafen war es dabei von Anfang an wichtig, auf einer validen Daten-basis aufzubauen und ein Team ausgewiesener Expertinnen und Experten aus ver-schiedenen Fachbereichen einzubinden, welche den Prozess seither begleiten.
Abschließende Abgrenzung der Altlast
Die Altlast wurde inzwischen in enger Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt durch umfangreiche Bodenuntersuchungen abschließend abgegrenzt, die Veröffentlichung in der Altlastenverordnung erfolgte im September 2026. Die Dimension der Altlast stellte sich dabei als deutlich größer dar als ursprünglich angenommen – eine der zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer langfristigen Lösung, da der Flughafen hier in Österreich echte Pionierarbeit leistet.
Grundwasserreinigungsanlage (hydraulische Sicherung)
Seit Jänner 2024 erfolgt im Rahmen der Erstmaßnahmen zur PFAS-Haltung eine hydraulische Sicherung durch eine Grundwasserreinigungsanlage (Phase 1), und somit wird einer Ausbreitung der Schadstoffe im Grundwasser entgegengewirkt.
Umweltmonitoring Land Salzburg
Das vom Land Salzburg durchgeführte Umweltmonitoring ergab bislang kein akutes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Vorsorglich wird dennoch davon abgeraten, betroffenes Grundwasser als Trinkwasser zu nutzen oder Fische aus den betroffenen Gewässern zu verzehren.
Behördliche Einreichung für Sanierungsphase 2
Im April 2026 wurde nach intensiven Erhebungen und in enger Abstimmung mit dem Expertenteam das Projekt zur langfristigen Sicherung der Altlast (Phase 2) beim Land Salzburg als ALSAG-Behörde eingereicht.
Eine der größten Hürden auf dem Weg zur Umsetzung ist nach wie vor das Fehlen eines gesicherten Entsorgungspfads für PFAS-belastetes Material in Österreich: Die notwendige Novelle der Deponieverordnung, die erstmals verbindliche Grenzwerte für die Deponierung von PFAS-haltigem Erdreich festlegen soll, steht weiterhin aus. Der Flughafen Salzburg drängt seit geraumer Zeit auf deren raschen Erlass und richtet einen entsprechenden Appell an die Bundesregierung sowie alle relevanten Stakeholder. Erst nach Schaffung dieser rechtlichen Grundlage kann sich ein entsprechender Markt an befugten Entsorgungsunternehmen etablieren – das wird Zeit in Anspruch nehmen.
Mögliche Beeinträchtigungen während der Bauzeit für Phase 2
Wie bei jedem Bauprojekt dieser Größenordnung kann es während der Bauphase der Altlastensanierung zu Beeinträchtigungen durch Lärm und Erschütterungen kommen. Der Flughafen hat bereits entsprechende Fachleute beigezogen und lässt sich umweltmedizinisch beraten, um die Auswirkungen auf Anrainerinnen und Anrainer so gering wie möglich zu halten. Sobald im Zuge der weiteren Ausschreibungen ein konkreter Bauzeitplan vorliegt, werden Betroffene rechtzeitig informiert. Während der gesamten Bauphase stehen entsprechende Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung, über die zeitnah reagiert wird.
2. Pressekonferenz und 2. öffentliche Veranstaltung
Am 12. Oktober 2026 informiert der Flughafen im Rahmen einer Pressekonferenz sowie einer Öffentlichkeitsveranstaltung für Interessierte und Betroffene im Amadeus Terminal 2 die Öffentlichkeit ausführlich über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte der Phase 2 der Altlastensanierung.
Von Seiten des Flughafens arbeitet an der Thematik ein ausgewiesenes Expertenteam, welches in engem Austausch mit dem Land und dem Umweltbundesamt steht. Bei offenen Fragen oder Informationsbedarf kann man sich jederzeit an den Flughafen wenden, der seine Experten damit befassen wird. Eine Liste von Fragen und Antworten finden Sie unter den FAQs Altlastensanierung Löschschaum.