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2018: Sondermessprogramm „Spurenstoffe im Grundwasser“ stellt erhöhte Werte fest
Das Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus stellte im Rahmen der Untersuchung erhöhte Werte von PFAS-Substanzen (das sind organische Fluorverbindungen) im Grundwasser fest. Der Flughafen hat unmittelbar und umgehend nach dem Vorliegen der Messergebnisse des Ministeriums reagiert. Zu betonen ist, dass am Salzburger Flughafen zu jedem Zeitpunkt ausschließlich Löschmittel zum Einsatz kamen, die allen rechtlichen Vorgaben und technischen Standards entsprochen haben. Der Kenntnisstand der Wissenschaft und die darauf basierenden rechtlichen Vorgaben entwickeln sich stetig weiter und das, was vor ein paar Jahren Stand der Technik und aus Sicherheitsgründen absolut geboten war, kann ein paar Jahre später zu aufwändigen Sanierungsarbeiten führen.

Kurzerklärung PFAS
PFAS ist eine Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, auch bekannt unter der älteren Bezeichnung PFC.

Einsatzgebiete der PFAS
PFAS-Substanzen, wie sie in den Löschschäumen enthalten waren, wurden in den letzten Jahrzehnten in vielen technischen Bereichen und in der Industrie eingesetzt. Beispiele dafür sind antihaftbeschichtete Pfannen, Kuchenformen, wasser- und schmutzabweisende Textilkleidungen, Farben, Lacke, Poliermittel und viele andere Produkte des täglichen Lebens mehr. 

Ursachenklärung und erste Schritte
In Abstimmung mit der Behörde wurden zunächst die potenziellen Ursachen für die PFAS-Belastung erhoben. Dabei stellte sich heraus, dass der Flughafenfeuerwehr-Löschschaum die Ursache für die Verunreinigung ist. Als Sofortmaßnahme wurden Löschproben unter Einsatz dieser Schaummittel umgehend untersagt und ein neuer Löschschaum angeschafft. Die nach wie vor gesetzlich verpflichtenden Löschmittelproben und Löschübungen werden nicht mehr am Flughafengelände durchgeführt, sondern auf den Flächen eines befugten Entsorgers. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurde ein umfassendes Lagebild erarbeitet. Erste Überlegungen zur Altlastensanierung gibt es bereits.

Historischer Rückblick
Der PFAS-haltige Löschschaum wurde vermutlich bereits seit den 1960er Jahren bis ins Jahr 2018 verwendet. PFAS-haltige Löschschäume sind kein Salzburger Spezifikum, diese Art des Löschmittels kam und kommt weltweit zur Bekämpfung von speziellen Bränden (flüssige Stoffe wie Benzin, Kerosin, Heizöl, Teer, Alkohol, etc.) zum Einsatz. In Salzburg sind die Mengen der verwendeten Löschschäume überdies sehr niedrig, weil es sich ausschließlich um Löschmittelproben und gesetzlich vorgeschriebene Löschübungen, nicht aber um tatsächliche Löscheinsätze gehandelt hat. 

Vorbereitungsarbeiten zur Altlastensanierung
Der Flughafen Salzburg kooperiert bei der Vorbereitung der Sanierung mit den Altlastenexperten des Umweltbundesamts und den Amtssachverständigen des Landes. Unterstützt wird der Flughafen von namhaften Experten, wie der Mull und Partner Umwelttechnik GmbH, sowie den Salzburger Unternehmen GWU (Geologie-Wasser-Umwelt GmbH) und Hydrologische Untersuchungsstelle Salzburg. Aus aktueller Expertensicht gibt es keine problematischen Nutzungen des betroffenen Grundwassers. 

Ziel
Ziel ist die bestmögliche Altlastensanierungslösung für Umwelt, Mensch und Natur zu finden. 
Die Maßnahmen orientieren sich am Trinkwasser-Grenzwert für die Summe der PFAS von 0,10 μg/l, der aufgrund von EU-Vorgaben in den Mitgliedstaaten ab Jänner 2026 gelten wird.

Sie haben Fragen zum Thema Altlastensanierung Löschschaum?

Von Seiten des Flughafens arbeitet an der Thematik ein ausgewiesenes Expertenteam, welches in engem Austausch mit dem Land und dem Umweltbundesamt steht. Bei offenen Fragen oder Informationsbedarf kann man sich jederzeit an den Flughafen wenden, der seine Experten damit befassen wird. Eine Liste von Fragen und Antworten finden Sie unter den FAQs Altlastensanierung Löschschaum.