London ist ein Schmelztiegel der Kulturen, ein Zentrum für Geschichte und Kreativität – aber wer nur Big Ben, Buckingham Palace und das London Eye besucht, verpasst eine andere, spannendere Seite dieser Metropole. London ist vieles – aber langweilig ist es nie. Wer den Mut hat, sich ein Stück abseits der bekannten Wege zu bewegen, entdeckt eine Stadt voller Kontraste, Geheimnisse und überraschender Schönheit. Viel Freude beim Erkunden!
Das British Museum ist beeindruckend – aber wie wäre es stattdessen mit dem Leighton House Museum in Kensington? Dieses prachtvolle ehemalige Wohnhaus des viktorianischen Künstlers Frederic Leighton verbindet orientalische Architektur mit klassischer Kunst und fühlt sich wie eine Zeitreise an. Ein echter Geheimtipp!
Auch spannend: Wilton’s Music Hall in Whitechapel. Die älteste erhaltene Musikhalle der Welt bietet ein vielseitiges Programm – von Theater bis hin zu Jazzkonzerten – in einer einzigartig nostalgischen Atmosphäre.
Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, sollte die South London Gallery oder das Camden Arts Centre besuchen. Beide sind weniger überlaufen als die Tate Modern, dafür aber nicht minder spannend und oft experimenteller in der Ausstellungskonzeption.
Die großen Geschichtskapitel Londons sind gut dokumentiert – aber die kleinen erzählen oft die besten Geschichten. Ein Spaziergang durch Wapping etwa offenbart das alte London der Seefahrer, Piraten und Hafenkneipen. Entlang der Thames Path erlebt man die Transformation vom Industriehafen zur hippen Docklands-Zone mit Blick auf stillgelegte Lagerhäuser und moderne Architektur.
Ein echter Geheimtipp für Geschichtsliebhaber ist das Dennis Severs’ House in Spitalfields. Hier wird Geschichte nicht erklärt, sondern erlebt: In völliger Stille wandelt man durch zehn Räume, die jeweils eine andere Epoche des 18. und 19. Jahrhunderts darstellen – komplett mit Gerüchen, Geräuschen und Alltagsobjekten. Ein immersives Erlebnis, das unter die Haut geht.
Wer das echte London schmecken möchte, lässt die Fish-and-Chips-Läden der Oxford Street links liegen und begibt sich auf den Brixton Market: karibische Gewürze, südamerikanische Arepas, äthiopische Küche – hier isst man multikulturell und authentisch.
Für Street Food-Fans lohnt sich ein Abstecher zum Maltby Street Market im Stadtteil Bermondsey – kleiner und viel entspannter als der berühmte Borough Market. Besonders empfehlenswert: die grilled cheese sandwiches bei „The Cheese Truck“ oder ein Glas Naturwein bei „The Ropewalk“.
Warum nicht eine Bootsfahrt auf dem Regent’s Canal unternehmen – aber nicht auf dem typischen Ausflugsschiff, sondern mit einem gemieteten Kajak oder SUP? Zwischen Little Venice und Hackney wickelt sich der Kanal durch versteckte Hinterhöfe, Graffitigalerien und Hausboote.
Ein Tagesausflug nach Epping Forest, nur eine halbe Stunde mit der Central Line vom Zentrum entfernt, bietet Natur pur: mystische Wälder, grasende Longhorn-Rinder und uralte Pfade, die schon Könige durchritten.
Oder man besucht die Horniman Gardens in Forest Hill – samt kleinem, liebevoll kuratierten Museum, tropischem Gewächshaus und einem der besten Ausblicke über Süd-London.
Wie wäre es mit einer Open-Water-Swim-Session im Hampstead Heath Ponds? Die Teiche, getrennt nach Damen, Herren und gemischt, sind ein echtes Londoner Ritual und eine erfrischende Art, den Tag zu beginnen.
Radfahrer finden in der ehemaligen Bahntrasse Parkland Walk zwischen Finsbury Park und Alexandra Palace einen idyllischen, autofreien Radweg durch die Natur mit einem Hauch urbanem Verfall. Ideal auch für Spaziergänge.
Das Herz kreativer Mode schlägt in Shoreditch: In der Redchurch Street reihen sich unabhängige Labels und Concept Stores aneinander – von minimalistischen Modeboutiquen über handgefertigte Keramik bis hin zu Parfümerien mit eigener Duftmanufaktur.
Ein Paradies für Liebhaber des Besonderen ist der Columbia Road Flower Market (sonntags), umgeben von kleinen Läden mit Vintage-Möbeln, handgezogenen Drucken und liebevoll designten Mitbringsel.
Und wer wirklich ausgefallene Souvenirs sucht, sollte das Hoxton Street Monster Supplies besuchen – ein kurioser Shop für „Zutaten zur Monsterbekämpfung“, der gleichzeitig eine Schreibwerkstatt für Kinder finanziert.
God’s Own Junkyard in Walthamstow ist eine wahre Neon-Oase: eine Sammlung aus grellen Leuchtreklamen, Rock’n’Roll-Kitsch und Kunstinstallationen, die ihresgleichen sucht. Im angeschlossenen Café kann man zwischen Leuchtschriften Kuchen essen – surreal und großartig.
Eine weitere Perle ist das Eel Pie Island Museum in Twickenham – ein liebevoll gestaltetes Kleinod über eine Insel in der Themse, die in den 60er Jahren das Zentrum der Londoner Rockszene war. Hier spielten die Rolling Stones in einem angeranzten Hotel, und heute leben dort Künstler und Exzentriker. Besuch nur mit Voranmeldung, aber es lohnt sich!
Ganzjährig:
mit British Airways bis zu 7x pro Woche nach London Gatwick
mit Ryanair bis zu 5x pro Woche nach London Stansted
Im Winter:
mit easyJet bis zu 7x pro Woche nach London Gatwick
mit British Airways am Freitag*, Samstag und Sonntag nach London Heathrow
mit easyJet am Samstag und Sonntag* nach London Luton
*= nicht durchgehend