

Das Amt für Umweltschutz der Stadtgemeinde Salzburg hat im Rahmen der laufenden Bearbeitungen der Messdaten der Fluglärmmessanlage eine „Lärmbilanz 1988-98“ erstellt. Im Rahmen dieses 10 Jahre-Rückblickes führt das Umweltamt aus:
Im Untersuchungszeitraum 1988-98 nahm die Zahl der Flugbewegungen um 130% zu. Die Abnahme des relevanten Dauerschallpegels im selben Zeitraum betrug 75%. Das bedeutet, dass die Lärmentwicklung der Flugzeuge rasant abgenommen hat. Die meisten der in Salzburg verkehrenden Flugzeugtypen unterschreiten die Lärmgrenzen für die leiseste Flugzeugkategorie ganz beträchtlich. Trotz zunehmender Flugbewegungen ist es deshalb rund um den Salzburg Airport wesentlich leiser geworden. Mit der Ausmusterung der letzten relativ lauten Flugzeugtypen innerhalb der geräuschärmsten Flugzeugkategorie 3 ist eine weitere Verbesserung zu erwarten. Um die gutachterlich festgelegten Grenzwerte zu erreichen, müsste die Zahl der Flugbewegungen auf dem Salzburg Airport um 300% steigen.
Beurteilt wurde unter anderem auch der Flugzeugtypen-Mix und seine Auswirkungen auf die Fluglärmentwicklung. Der Flugzeugmix von 1988 hätte im Jahre 1998 lediglich 2.760 Flugbewegungen (aktuell 26.000) zugelassen. Andererseits hätten mit dem Flugzeugmix von 1998 im Jahre 1988 bei größeren Lärmkurven 101.000 Flugbewegungen stattfinden können.
Auf der sensibelsten Lärmmessstelle in Taxham kam es innerhalb der letzten zehn Jahre zu einer Reduktion des Schallpegels von 66 auf 60 dB.
Lärmschutzzonen: Prognose 2015
Ende September 2001 hat das bayerische Landesministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen den Flughafen Salzburg im Rahmen des Landesentwicklungsprogramms Bayern und der damit verbundenen Bauleitplanung um Unterstützung bei der Neuberechnung des Lärmschutzbereiches auf bayerischem Gebiet für den Flughafen Salzburg ersucht. In Abstimmung mit der Geschäftsführung des Salzburg Airport W. A. Mozart wurde der Magistrat Salzburg, Amt für Umweltschutz, von einer eigens eingerichteten technischen Arbeitsgruppe mit der Erstellung einer Lärmschutzzonenprognose bis 2015 beauftragt. Die Berechnungen erfolgten für das deutsche Staatsgebiet auf der Basis der bayerischen Vorschriften (AzB-LBayern), auf österreichischer Seite nach den Empfehlungen der Richtlinie ÖAL 24 Blatt 1.
Erste Ergebnisse konnten am 17.04.2002 im Rahmen der 33. Sitzung der deutsch-österreichischen Fluglärmkommission vorgestellt werden. Wichtigstes Ergebnis der Prognosestudie ist die Tatsache, dass selbst bei einer Zunahme der Flugbewegungen um 50% bis 2015 die Fläche der Fluglärmzonen gegenüber der Prognose für das Jahr 2000 deutlich zurückgehen wird. So schrumpft die Fläche der Fluglärmzonen bis 55 dB von 14,71 auf 11,18 km². Die Berechnungsergebnisse wurden dem bayerischen Landesamt für Umweltschutz als neutraler technischer Landesbehörde zur Validierung vorgelegt. In gleicher Weise wurde die Salzburger Landesregierung/Abteilung für Umweltschutz in die Beratungen auf österreichischer Seite mit einbezogen. Aus der Lärmschutzzonen-Studie leitet sich auch der Vorschlag der Lärmtechniker des Magistrats Salzburg ab, eine zusätzliche Lärmmessstelle im Bereich Moosstraße zur besseren Erfassung der Landungen auf Piste 34 sowie der Südstarts auf Piste 16 einzurichten.
Boeing Airport Noise Regulation site
|
|