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"Asterix" und "Rafic" kontrollieren die Flugwege
Radarturm Nach 10 Monaten "Zwangspause" durch die Übersiedlung des Primär- und Sekundärradars vom Flughafengelände auf den Haunsberg wurde Ende Dezember 2001 die erneuerte Flugweg-Aufzeichnungsanlage wieder in Betrieb genommen.

Die Radardaten werden von der Flugsicherung Austro Control im neuen Datenformat ASTERIX zur Verfügung gestellt. In einem eigenen Vertrag wurde festgelegt, dass die Flugweg-Aufzeichnungsdaten im Sinne des Datenschutzes nur zu Umweltschutz-Zwecken verwendet werden dürfen. Aufgezeichnet werden die An- und Abflugwege aller Flugzeuge, die mit einem Transponder ausgerüstet sind.

RAFIC
Ende Dezember 2001 hat die Firma Bruel & Kjaer das neue System RAFIC (Radar and Flight Information Capture) installiert. Als Hintergrundbild erscheint die neueste Farb-Karte des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen auf den Bildschirmen des Systems. Auf der Basis dieser Karte werden die Flugwege in verschiedenen Farben dargestellt. Neu ist ein spezielles Computerprogramm, das es ermöglicht, nach Adressenangabe eines Beschwerdeführers die entsprechenden Straßennamen zu finden und damit den Standort des Beschwerdeführers einzublenden. Neuerdings kann man auch eine sogenannte Umkreis-Darstellung der in Österreich und Bayern fix installierten fünf Lärmmessstellen abrufen. Auch Distanzmessungen zwischen Wohnobjekt und Abflugroute sind möglich. Außerdem kann mit RAFIC eine Radarkoordination und – für Feuerwehrzwecke unverzichtbar – eine GPS-Koordination erfolgen. In Zukunft kann der Flughafen mit Hilfe des INM (Integrated Noise Model) bei Bedarf auch zukünftige Lärmkurven rund um den Salzburg Airport berechnen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Magistrat Salzburg, Amt für Umweltschutz.
Eine Besonderheit der neuen Anlage ist das „Reporting Modul“: Damit können Grafiken fix abgespeichert werden, beispielsweise Pistennutzungsverteilungen, Maximalpegel, Lärmstatistiken, Beurteilungen bestimmter Flugzeugtypen je nach Lärmmessstelle usw.

Messdaten-Speicherung
Seit 1992 sind auf dem Salzburg Airport viele Milliarden von Messdaten gespeichert und können jederzeit abgerufen werden. Zusammen mit den modernen Messanlagen bilden sie die Grundlage für eine objektive Beurteilung von Schallereignissen aus dem Flugbetrieb und sind gleichzeitig eine wertvolle Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit.

 



[drucken diese Seite drucken | versenden diese Seite mailen | zurück zurück zur vorigen Seite | nach oben an den Seitenanfang gehen | editiert: 13-02-2007]