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4. Gesprächsrunde mit Gesellschafter, Anrainervertretern und Flughafenmanagement [30.10.2007]
Konstruktives Klima herrschte bei der 4. Gesprächsrunde zwischen Gesellschafter, Flughafen und Anrainervertretern aus Salzburg und dem benachbarten Bayern.

- Verspätungen nach 23 Uhr minimiert
- Neue An- und Abflugrouten im Test sollen weniger Lärm bringen
- Laute Kapitel-III-Luftfahrzeuge für Winterflugplan zeitlich vorgeplant und um 25% reduziert

Ein konstruktives Klima herrschte auch heute, Dienstag, bei der bereits 4. Gesprächsrunde zwischen Flughafen und Anrainervertretern am Salzburg Airport. Eigentümervertreter und Aufsichtsratsvorsitzender LHStv. Dr. Othmar Raus und Flughafen-Geschäftsführer Direktor Ing. Roland Hermann trafen sich mit Vertretern der Anrainerschaft. Unter ihnen: "ASA"-Obfrau Dr. Astrid Rössler und ihr Vorstand, der Freilassinger Bürgermeister Josef Flatscher mit dem Schutzverband Rupertigau und der Vertreter Bergheims, Dipl.-Ing. Peter Huber. Mit dabei waren auch Vertreter des Magistrats der Stadt Salzburg und der Flugsicherheitsbehörde Austro Control GmbH sowie Landesumweltanwalt Dr. Wolfgang Wiener.

1. Betriebszeiten – nur 15 ungeplante Flugbewegungen nach 23 Uhr in diesem Jahr
Verbesserungen seit der ersten Runde im März gab es im Bereich der Einhaltung der bescheidmäßig festgelegten und verpflichtenden Betriebszeiten 06.00 Uhr bis 23.00 Uhr.  Nach 23 Uhr gab es heuer bis dato nur 15 ungeplante Verspätungen. Das entspricht einem Minus von fast 80% gegenüber 2006. Im Vorjahr wurden 72 ungeplante Verspätungen am Flughafen nach 23 Uhr gezählt. Das Flughafen-Management hat sich zum Ziel gesetzt, ungeplante und verspätete Bewegungen nach 23 Uhr weiter zu minimieren und restriktiv vorzugehen. 21 Anfragen von Airlines für verspätete Starts/Landungen nach 23 Uhr wurden vom Management abgelehnt!

Der Flughafen hat zudem reagiert und mit den Fluglinien über Vorverlegungen von Starts am späteren Abend verhandelt. Beispiel: Die Ryanair nach London-Stansted wird ab Winterflugplan im Dezember künftig um 21.25 Uhr statt bisher um 21.55 Uhr starten. Der Wunsch der "ASA", keine Starts nach 22 Uhr zu planen, ist auch Intention des Flughafen-Managements.

Ein erster Erfolg ist auch für Flüge an Sonntagen in der Früh zu melden. Im Vorjahr starteten 4 Luftfahrzeuge vor 07.00 Uhr an Sonntagen, ab Winter 07/08 sind es 3 vor 07.00 Uhr. Eine Fluggesellschaft verlegte auf Ersuchen des Flughafens die Startzeit nach 07.00 Uhr.

Bei den Hubschrauber-Ausbildungsflügen greifen die Vereinbarungen mit den Anrainervertretern von Runde 02 am 30. April 2007. Die Betriebszeiten an Samstagen sind seit Sommer nur mehr bis 12 Uhr (statt 17 Uhr). Das brachte eine Reduktion der Ausbildungsflüge von Hubschraubern um 46%! In Summe wurden seit Juli 173 Ausbildungsflüge mit Hubschraubern gezählt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs waren es noch 323. Damit brachte das Samstagnachmittags-Hubschrauberausbildungsflugverbot auch eine Reduktion der Gesamtzahl der Flugbewegungen.
 
2. An- und Abflugrouten – Tests sollen Lärmminderung bringen
Der Flughafen setzt weiter auf die Strategie Lärmminderung was die An- und Abflugrouten betrifft. Bei den Abflügen ist die Begradigung der "S-Kurve" nach Nord-Osten (Bergheim) codiert und wird schrittweise umgestellt. Die Abflüge der Ryanair und TUIfly wurden schon im Sinne der Bergheimer Bevölkerung positiv justiert.

Bei Anflügen gibt es ebenso eine Neuerung.  Ein lärmminderndes Sichtanflugverfahren östlich von Freilassing wird derzeit getestet. Folgen: kein Überfliegen von Freilassing und ein höheres Überfliegen der Stadt Salzburg. Das bringt weniger Lärm über Freilassing und weniger Lärm über der Stadt.

Die Flugspuren im Internet zu veröffentlichen, wird aus Datenschutzgründen nicht möglich sein, antwortete die Flugsicherung Austro Control GmbH auf einen entsprechenden Vorschlag der "ASA". Allerdings: Für die Anrainer wurde eine Kontaktstelle im Flughafen eingerichtet, die sämtliche Anfragen beantwortet und eine anonymisierte Dateneinsicht an einem PC des Flughafens möglich macht.

3. Winter – Einschränkung für laute Kapitel III Luftfahrzeuge auf 07:00 – 20:00 Uhr Planzeit
Die Strategie des Flughafens für den kommenden Winter liegt auf der Einschränkung der Planzeiten für laute Kapitel III Luftfahrzeuge. Künftig werden Maschinen dieses Typs, die nur mehr weniger als 4% aller Flugbewegungen am Flughafen betreffen, auf täglich 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr geplant und damit vorverlegt. Das bringt eine Reduktion der Starts von lauten Kapitel-III-LFZ um 23% gegenüber dem Winter 2006/2007. Fazit: Die Richtung stimmt auch hier, der Erfolg kommt in kleinen Schritten.

Die Gesamtzahlen für den Winter werden erst erstellt, die Airlines sind noch in der Planung. Maßgeblich sind wie immer das Buchungsverhalten der Touristen und die Werbestrategie der Touristiker. Im Winter 2006/2007 wurden überwiegend Flugbewegungen aus Großbritannien (37%) und Deutschland (34%) am Flughafen Salzburg gezählt. Luftfahrzeuge aus Russland (4%) und Skandinavien (unter 4%) waren marginal.

Die nächste große Runde ist nach dem Winter im April/Mai 2008 geplant.

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