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Austro Control: Sicherheit im Luftraum
Austro Control Alle Anforderungen des modernen Air Traffic Managements werden in Österreich von der Flugsicherungsorganisation Austro Control (ACG) abgedeckt. 1998 wurde ACG von der Vereinigung der Europäischen Airlines zur besten Flugsicherung Europas gewählt.

Auch die Salzburger Flugverkehrsleiter sind mit modernsten Geräten ausgerüstet, seit Sommer 2001 steht ein neuer Radarturm auf dem Haunsberg zur Verfügung.

Austro Control hat im Rahmen ihres Unternehmenskonzeptes MOVA einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet, der bei gleichbleibender Sicherheit und Pünktlichkeit die Produktivität und Effizienz der Flugsicherung entscheidend steigert. Weiters hat ACG in der Frage der satellitengestützten Navigation eine Vorreiterrolle in Europa übernommen. Erste konkrete Möglichkeiten bei Abflugrouten zeichnen sich bereits ab.

Hilfe aus dem All
Die Flugsicherung arbeitet verbreitet mit bodengestützten Anlagen. Zur Zeit sind sie noch wesentlich genauer als satellitengestützte Anlagen. Das Global Navigation Satellite System (GNSS), das auf Satellitennavigation basierende System, wird bei Starts und in der Flugphase bereits heute verwendet, ist aber für Anflüge noch zu ungenau.

GNSS hat die Flugsicherung revolutioniert. 24 Satelliten, verteilt auf sechs Ebenen, umkreisen die Erde und bilden ein Netz um den Erdball. Zu jeder Zeit und an jedem Ort mit Ausnahme der beiden Polkappen können mindestens vier Satelliten angepeilt werden. Jeder einzelne dieser Satelliten sendet ein kodiertes Signal aus, das sowohl Information über den Standort als auch den Zeitpunkt der Aussendung enthält. Auf der Basis der Laufzeit des Signals zwischen Sender und Empfangsstelle lässt sich über die Ausbreitungsgeschwindigkeit die Entfernung zum Satelliten ermitteln. Werden vier Satelliten gleichzeitig angepeilt, kann der Standort in Echtzeit mit einer – für den Start und die Flugphase ausreichenden – Genauigkeit von etwa 50 bis 100 Metern eindeutig definiert werden.

Die Vorteile von GNSS liegen auf der Hand. Die Koordinaten von Navigationsfixpunkten werden veröffentlicht. Das Flugzeug fliegt nun von Punkt zu Punkt, wobei zwischen fly by-Punkten und fly over-Punkten unterschieden wird. Damit können mit GNSS ausgerüstete Flugzeuge auch Gebiete ohne bodengestützte Navigationsanlagen sicher überfliegen.

 



[drucken diese Seite drucken | versenden diese Seite mailen | zurück zurück zur vorigen Seite | nach oben an den Seitenanfang gehen | editiert: 30-01-2008]