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Tower: Stadt bekommt neues Wahrzeichen

05.03.2010: Salzburg Airport und Austro Control bauen nach 40 Jahren einen neuen Tower, der rund 45 Meter hoch sein wird.

Die Weichen für den Bau des neuen Salzburg Airport Towers sind gestellt: Der Salzburger Flughafen hat in einem Gemeinschaftsprojekt mit Austro Control den Ersatz des 40 Jahre alten Towers beschlossen. Der in die Jahre gekommene Towerbestand entspricht baulich nicht mehr den künftigen Anforderungen einer modernen Flugsicherung in Europa.

Der Neubau ist zur Schaffung einer zeitgemäßen Flugplatzkontrollstelle, ausgestattet mit modernster Flugsicherungstechnik für die Fluglotsen sowie zur Schaffung einer redundanten, also mehrfach abgesicherten Energieversorgung notwendig, damit auch in Zukunft eine sichere und ordnungsgemäße Abwicklung des Flugbetriebes auf dem Flughafen Salzburg sichergestellt werden kann. Somit wird der neue Tower auf Österreichs größtem Bundesländerflughafen auf den gleichen, technisch hohen Standard wie jener am Flughafen Wien gebracht.

 

Der neue Salzburg Airport-Tower soll etwa 30 Meter westlich des bestehenden Kontrollturmes, mit einer Höhe von rund 45 Metern, errichtet werden.

 

Nach den Bestimmungen des österreichischen Luftfahrtgesetzes ist der Salzburg Airport Errichter und Eigentümer des neuen Kontrollturms. Austro Control ist Nutzer und hat dem Flughafen die Selbstkosten im Ausmaß von 95% der Errichtungskosten zu erstatten.

 

Im Einvernehmen mit der Austro Control hat der Salzburg Airport ein EU-weites, zweistufiges Ausschreibungsverfahren zur Generalplanersuche durchgeführt. Eine Bewertungskommission, gebildet aus Vertretern des Flughafens, der Austro Control, der Stadt und des Landes Salzburg sowie der Architektenkammer kam zu einem einstimmigen Ergebnis. Das Projekt der ARGE Halle 1/Herbrich/IPC erreichte die höchste Punkteanzahl in der objektiven Bewertungsmatrix.


Die Gesamtkostenschätzung für die Errichtung des neuen Towers ohne flugsicherungstechnische Anlagen beläuft sich auf rund € 10 Mio. Der Spatenstich bzw. der Baubeginn ist für das Frühjahr 2011 vorgesehen, mit der Inbetriebnahme wird bis Ende 2012 gerechnet.

 

"Wir freuen uns über diese architektonische Bereicherung für Salzburg, die der Bau des neuen Towers mit sich bringen wird. Neben der wundervollen Salzburger Bergkulisse, der Festung Hohensalzburg und dem Hangar-7 wird der neue Flugsicherungstower eines der Erkennungsmerkmale für unsere Passagiere in Salzburg werden.

 

Die neuen Arbeitsplätze für die Mitarbeiter von Austro Control werden nach den neuesten technischen Standards errichtet. Parallel zum Towerneubau werden bodengestützte DME Navigationshilfen errichtet. Diese technischen Navigationshilfen stellen eine noch exaktere Kontrolle der An- und Abflugrouten des Salzburger Flughafens sicher. Nach 40 Jahren ist es an der Zeit, Altes gegen Neues zu ersetzen, um auch den Qualitätsansprüchen, die an einen modernen internationalen Flughafen gestellt werden, gerecht zu werden," ist Flughafen Geschäftsführer Roland Hermann überzeugt.

 

"Neben einem neuen baulichen Wahrzeichen für Salzburg werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Mit dem Towerbau tragen der Flughafen und Austro Control wesentlich zur wirtschaftlichen Belebung des Landes und der Stadt Salzburg bei. Mit einer Investitionssumme von rund € 10 Mio. beweisen die Partner, dass auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten in Arbeitsplätze und Qualität investiert wird," so Flughafengeschäftsführer Karl Heinz Bohl.

"Der Neubau des Salzburger Towers ist eine wichtige Investition in die Zukunft.

 

Damit ist gewährleistet, dass die Sicherheitsstandards auch weiterhin auf höchstem technischen Niveau gehalten werden können und die Bedeutung des Internationalen Flughafens Salzburg in der gesamten Region weiter gestärkt wird.", sagt Austro Control Vorstandsdirektor Heinz Sommerbauer. "Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um auch in den kommenden Jahren einen optimalen Ablauf des Flugverkehrs in Salzburg gewährleisten zu können", so Johann Zemsky, verantwortlicher Austro Control Vorstandsdirektor für den operativen Bereich.


Hintergrund: Austro Control Flugsicherungsstelle Salzburg


Vom Tower aus sorgen die Fluglotsinnen und Fluglotsen der Austro Control für einen sicheren Ablauf des Flugverkehrs am Flughafen Salzburg und in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens. Von hier erhält die Crew im Cockpit - abhängig vom Verkehrsaufkommen - die Erlaubnis, die Triebwerke zu starten, zur Piste zu rollen, die Startgenehmigung und die Anweisung, wie nach dem Start zu fliegen ist. Insgesamt sind in Salzburg 22 Fluglotsen im Einsatz. Sie stellen eine Start- und Landereihenfolge mit den entsprechenden Sicherheitsabständen her und  sorgen dafür, dass sich die Luftfahrzeuge nie zu nahe kommen.

 

Die acht Mitarbeiter des Austro Control Flugwetterdienst sind für das Gebiet nördlich des Alpenhauptkammes vom Bodensee bis ins steirische Salzkammergut sowie Bereiche der unmittelbar angrenzenden Nachbarstaaten Schweiz, Deutschland und Südtirol verantwortlich. Mit punktgenauen Prognosen sorgen sie hier für Sicherheit. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es vor allem, das Wetter am Flughafen Salzburg genau zu beobachten und die Vorhersagen so präzise wie möglich zu erstellen. Alle 30 Minuten erfolgt eine aktualisierte Wetterbeobachtung. Zudem kommen bei kritischen Wetterlagen noch zusätzliche Warnungen für den Flughafen, wie z.B. vor Blitzeinschlägen.

 

Wichtigste Aufgabe der Austro Control Technik ist der Betrieb der flugsicherungstechnischen Anlagen wie z.B. Radar oder Instrumentenlandesystem, um von technischer Seite einen reibungslosen Ablauf des Flugverkehrs am Flughafen Salzburg sicherzustellen. Das Aufgabenspektrum der  acht Mitarbeiter umfasst nicht nur die Betreuung der klassischen Navigationsanlagen, sondern auch das gesamte Spektrum der meteorologischen Mess-Systeme (vom einfachen Temperaturmesser bis hin zu komplexen Wetterradaranlagen), Richtfunksysteme und Sprachvermittlungsanlagen.

 

Ebenso in der Flugsicherungsstelle Salzburg befindet sich die Außenstelle West der Luftfahrtagentur. Deren Aufgabenbereich gliedert sich in die Überwachung von Luftfahrtunternehmen im operationellen und technischen Bereich sowie die Überprüfung von Luftfahrzeugen. 46% aller registrierten zivilen Maschinen in Österreich und 41% der Luftfahrtunternehmen (35) fallen in den Verantwortungsbereich dieser Außenstelle.

 

Flightinfo