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Sachlicher Austausch der Argumente am Flughafen

28.11.2012: 14. Anrainer-Dialogrunde wurde wie immer in konstruktivem Klima abgehalten / Schallschutzprogramm, Nord-Süd-Verteilung und Minus bei Bewegungen waren Thema

Bereits zum 14. Mal haben sich heute, Montag, Vertreter des Flughafens mit Vertretern von Anrainerverbänden in Salzburg und Bayern getroffen, um aktuelle Themen zu erörtern und Informationen auszutauschen. Entgegen den emotionaleren Tönen im Vorfeld dieser Dialog-Runde fand das Treffen im gewohnt sachlichen und konstruktiven Rahmen statt. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Othmar Raus und Flughafen-Geschäftsführer Ing. Roland Hermann waren um Aufklärung bemüht und gaben einen Ausblick auf 2013.

 

„Salzburg ist und bleibt ein Regionalflughafen. Ein Großflughafen – wie von Gegnern des Airports latent unterstellt – war und ist nicht geplant. In der momentanen wirtschaftlich-globalen Situation sind wir froh, unsere wichtigen Netzwerk-Verbindungen nach Wien, Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Palma und London zu halten. Wichtig dabei ist, bestehende Verbindungen besser auszulasten“, stellte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Raus unmissverständlich fest.

 

„Andere Bundesländer-Flughäfen leiden unter dem Streichen von Verbindungen, Salzburg kann sich gegen diesen Trend noch halten! Wir sind Dienstleister für Stadt und Land, erbringen seit einigen Jahren eine Dividende für die Eigentümer und sind eine  Lebensader für den Tourismus. Wir sichern direkt und indirekt rund 1.500 Arbeitsplätze rund um den Flughafen“, ergänzte Flughafen-Chef Roland Hermann. Sicherheit ist dabei oberstes Gebot. Das betrifft nicht nur den Flugverkehr und den Passagierkomfort, sondern auch die Umwelt. Wir bekommen nicht umsonst internationale Preise, weil wir immer Vorreiter sind, wenn es um den Schutz der unmittelbar betroffenen Umwelt geht, so Hermann.

 

Flugbewegungen: deutliches Minus zu verzeichnen

Wichtig: Eine Flugbewegung ist ein Start ODER eine Landung, üblicherweise verursacht ein Flugzeug in Salzburg zwei Flugbewegungen, wenn es landet und wieder wegfliegt.

 

Die Gesamt-Anzahl aller Flugbewegungen umfasst alle Flugzeuge – ob Linien- und Chartermaschinen, genauso wie z. B. Business-Jets, Schulungs- und Rundflügen, Ambulanzflügen und Militärhubschrauber (behördliche Flüge).

 

Diese Gesamt-Anzahl aller Flugbewegungen ist heuer am Salzburg Airport von Jänner bis Oktober zum Vergleichszeitraum 2011 um sechs Prozent zurückgegangen. Beim kommerziellen Verkehr, also den größeren Linien- und Chartermaschinen, war das Minus mit fast 13% im Vergleichszeitraum noch stärker.

 

Insgesamt wurden heuer von Jänner bis Oktober 14.732 Flugbewegungen im kommerziellen Verkehr gezählt. 2011 waren es im Vergleichszeitraum noch 16.901. 2005 wurden in diesem Segment noch mehr als 24.500 Bewegungen gezählt. Macht im Vergleich zu heuer fast ein Minus von 30 Prozent, was wirtschaftlich für das Unternehmen schlecht, für die Anrainer positiv ist.

 

Für das 1. Quartal 2013 erwartet der Airport im kommerziellen Verkehr insgesamt 5.555 Flugbewegungen, was laut Plan ein Minus von 4,5 Prozent zum heurigen Jahr wäre. Wie gesagt: Die wirtschaftliche Gesamtsituation hat immer eine Auswirkung auf den Flugverkehr. Airlines und Airports sind die ersten, die von krisenbedingten Einsparungen und Streichen von Urlaubsreisen betroffen sind.

 

Nord-Süd-Richtungsverteilung: Testbetrieb für Tauernanflug läuft

 

Seit erster Veröffentlichung des sogenannten Tauernanfluges im Mai 2012 haben jene drei Airlines, die diesen „Südanflug“ fliegen dürfen, diese Route 46 Mal genutzt. Ziel bleibt nach wie vor, dass rund 2 bis 3 Flugbewegungen pro Tag über den neuen Tauernanflug geführt werden. Der Testbetrieb – intensiv beobachtet von der Flugsicherungsbehörde Austro Control – läuft noch zweieinhalb Jahre.

 

Die Richtungsverteilung bei den instrumentengestützten und den Sichtflug-Anflügen von Linie, touristischer Verkehr und allgemeine Luftfahrt (Geschäftsflüge etc.) liegt bei 46% Norden zu 54% Süden! Bei den Starts lautet das Verhältnis 63 (Nord) zu 27 (Süd). Das sind die Zahlen für den Gesamt-Verkehr.

 

Wenn man nur den kommerziellen Verkehr größerer Maschinen von Linie und Charter nimmt, ist das Verhältnis bei den Landungen nach wie vor 90 (Nord) zu 10 (Süden).

 

Daran wird sich in den nächsten Jahren aufgrund der Wind- und Wettersituation sowie der Topographie nicht wirklich viel ändern. Dass das so ist, hat auch eine aktuelle, von Flughafen und Euregio-Gemeinden finanzierte Untersuchung der Universität Salzburg gebracht.

 

Verspätungen nach 23 Uhr: keine Starts, weiße Weste

 

Am Salzburg Airport gelten Betriebszeiten von 06.00 bis 23.00 Uhr. Ausgenommen davon sind Ambulanz- und Behördenflüge. Das bedeutet, dass es in Salzburg ein Nachtflugverbot gibt. Dieses sichert der Deutsch-Österreichische Staatsvertrag seit fast 40 Jahren ab.

 

Wenn ein Flugzeug verspätet landet, hat der Flughafen „Kontrahierungszwang“. Das bedeutet, er ist gesetzlich verpflichtet, abzufertigen. Das ist auch bei Verspätungen aufgrund von Wetter oder Luftraumsperren der Fall.

 

Bei diesen vom Airport unverschuldeten und ungeplanten Verspätungen nach 23 Uhr hat das Unternehmen nach wie vor eine weiße Weste – seit Jänner 2010 gab es keinen einzigen (lauteren) Start mehr nach Betriebsschluss. Leisere Landungen nach 23 Uhr gab es heuer bis dato 29. Vor allem Wetterkapriolen im gewittrigen Juli verursachten diese Verspätungen, die zum Großteil aber nur wenige Minuten nach 23 Uhr verzeichnet wurden.

 

Neues Schallschutzprogramm: 1 Million Euro für die nächsten 5 Jahre im Topf

 

Eine positive Zwischenbilanz zogen Airport-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Othmar Raus und Flughafen-Geschäftsführer Ing. Roland Hermann was das aktuelle Schallschutzprogramm für Wohnobjekte rund um den Flughafen betrifft. 46 Anträge auf Förderung langten bisher beim Airport ein, 31 wurden positiv beschieden, 15 mussten aufgrund zu großer Entfernung zum Flughafen abgelehnt werden.

 

Rund 130.000 Euro wendete der Flughafen für das neue Programm heuer auf. Der Förderfonds ist mit einer Million Euro für die nächsten fünf Jahre dotiert. Fenster von Wohnobjekten, die mindestens 25 Jahre alt sind, werden gefördert.

Es werden auch jene Objekte gefördert, die schon vor mehr als 25 Jahren vom Flughafen gefördert wurden – trotz damals gegenteiliger zivilrechtlicher Vereinbarungen von Förderungsgeber und Förderungswerbern.

 

Richtlinien und Antragsformulare finden sich unter www.salzburg-airport.com. Amtliche Karten für Lärmzonen in Salzburg und dem angrenzenden Bayern sind auf www.laerminfo.at abrufbar.

Flightinfo