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Neuer Tower für Flughafen Salzburg

05.10.2011: Salzburg Airport und Austro Control feiern Spatenstich

Die Stadt Salzburg bekommt ein neues Wahrzeichen, der Spatenstich für den Bau des neuen Salzburg Airport Towers ist erfolgt: Der Salzburger Flughafen wird in einem Gemeinschaftsprojekt mit Austro Control den 40 Jahre alten Tower ersetzen.

 

Der neue Tower geht 2014 in Betrieb
Der neue Tower geht 2014 in Betrieb
Der in die Jahre gekommene Towerbestand entspricht baulich nicht mehr den künftigen Anforderungen einer modernen Flugsicherung in Europa. Der Neubau ist zur Schaffung einer zeitgemäßen Flugplatzkontrollstelle, ausgestattet mit modernster Flugsicherungstechnik für die Fluglotsen sowie zur Schaffung einer redundanten, also mehrfach abgesicherten, Energieversorgung notwendig, damit auch in Zukunft eine sichere und ordnungsgemäße Abwicklung des Flugbetriebes  auf dem Flughafen Salzburg sichergestellt werden kann.


Der neue Salzburg Airport Tower soll etwa 35 Meter westlich des bestehenden Kontrollturmes, mit einer Höhe von rund 53 Metern, errichtet werden. Im Einvernehmen mit Austro Control hat der Salzburg Airport ein EU - weites, zweistufiges Ausschreibungsverfahren zur Generalplanersuche durchgeführt. Eine Bewertungskommission, gebildet aus Vertretern des Flughafens, von Austro Control, der Stadt und des Landes Salzburg sowie der Architektenkammer kam zu einem einstimmigen Ergebnis. Das Projekt der ARGE Halle 1/Herbrich/IPC erreichte die höchste Punktezahl in der objektiven Bewertungsmatrix.


Die budgetierten Errichtungskosten des neuen Towers ohne flugsicherungstechnische Anlagen belaufen sich auf rund € 14 Mio. Der Baubeginn ist für den Herbst 2011 vorgesehen, mit der Inbetriebnahme wird im Frühjahr 2014 gerechnet.


"Salzburg ist der wichtigste Regionalflughafen in Österreich und grenzüberschreitend für die gesamte Region das Tor zur Welt. Als Eigentümervertreter des Salzburger Flughafens begrüße ich diese  nachhaltige Investition in die Zukunft. Der neue Tower am Flughafen ist hier ein echter Meilenstein und ein weithin sichtbares Zeichen für Modernität und Sicherheit im Flugverkehr", so LH-Stv. David Brenner.

 

„Wir freuen uns über diese architektonische Bereicherung für Salzburg, die der Bau des neuen Towers mit sich bringen wird. Neben der wundervollen Salzburger Bergkulisse, der Festung Hohensalzburg und dem Hangar 7 wird der neue Flugsicherungstower eines der Erkennungsmerkmale für unsere Passagiere in Salzburg werden. Nach 40 Jahren ist es an der Zeit, Altes gegen Neues zu ersetzen, um auch den Qualitätsansprüchen, die an einen modernen internationalen Flughafen gestellt werden, gerecht zu werden,“ ist Flughafen Geschäftsführer Roland Hermann überzeugt.

 

„Neben einem neuen baulichen Wahrzeichen für Salzburg werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Mit dem Tower Bau tragen der Flughafen und Austro Control wesentlich zur wirtschaftlichen Belebung des Landes und der Stadt Salzburg bei. Mit dieser Investition beweisen die Partner, dass auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten in Arbeitsplätze und Qualität investiert wird“, so Flughafengeschäftsführer Karl Heinz Bohl.


„Der Neubau des Tower Salzburg ist eine wichtige Investition in die Zukunft. Damit ist gewährleistet, dass die Sicherheitsstandards auch weiterhin auf höchstem technischen Niveau gehalten werden können und die Bedeutung des Internationalen Flughafens Salzburg in der gesamten Region weiter gestärkt wird.“, sagt Austro Control Vorstandsdirektor Heinz Sommerbauer.


„Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um auch in den kommenden Jahren einen optimalen Ablauf des Flugverkehrs in Salzburg gewährleisten zu können und bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dazu optimale Arbeitsbedingungen“, so Johann Zemsky, verantwortlicher Austro Control Vorstandsdirektor für den operativen Bereich.

 

Hintergrund: Austro Control Flugsicherungsstelle Salzburg


Vom Tower aus sorgen die Fluglotsinnen und Fluglotsen der Austro Control für einen sicheren Ablauf des Flugverkehrs am Flughafen Salzburg und in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens. Von hier erhält die Crew im Cockpit - abhängig vom Verkehrsaufkommen - die Erlaubnis, die Triebwerke zu starten, zur Piste zu rollen, die Startgenehmigung und die Anweisung, wie nach dem Start zu fliegen ist. Insgesamt sind in Salzburg 22 Fluglotsen im Einsatz. Sie stellen eine Start- und Landereihenfolge mit den entsprechenden Sicherheitsabständen her und sorgen dafür, dass sich die Luftfahrzeuge nie zu nahe kommen.


Die 8 Mitarbeiter des Austro Control Flugwetterdienst sind für das Gebiet nördlich des Alpenhauptkammes vom Bodensee bis ins steirische Salzkammergut sowie Bereiche der unmittelbar angrenzenden Nachbarstaaten Schweiz, Deutschland und Südtirol verantwortlich. Mit punktgenauen Prognosen sorgen sie hier für Sicherheit. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es vor allem, das Wetter am Flughafen Salzburg genau zu beobachten und die Vorhersagen so präzise wie möglich zu erstellen. Alle 30 Minuten erfolgt eine aktualisierte Wetterbeobachtung. Zudem kommen bei kritischen Wetterlagen noch zusätzliche Warnungen für den Flughafen, wie z.B. vor Blitzeinschlägen.


Wichtigste Aufgabe der Austro Control Technik ist der Betrieb der flugsicherungstechnischen Anlagen wie z.B. Radar oder Instrumentenlandesystem, um von technischer Seite einen reibungslosen Ablauf des Flugverkehrs am Flughafen Salzburg sicherzustellen. Das Aufgabenspektrum der 8 Mitarbeiter umfasst nicht nur die Betreuung der klassischen Navigationsanlagen, sondern auch das gesamte Spektrum der meteorologischen Mess-Systeme (vom einfachen Temperaturmesser bis hin zu komplexen Wetterradaranlagen), Richtfunksysteme und Sprachvermittlungsanlagen.


Ebenso in der Flugsicherungsstelle Salzburg befindet sich die Außenstelle West der Luftfahrtagentur. Deren Aufgabenbereich gliedert sich in die Überwachung von Luftfahrtunternehmen im operationellen und technischen Bereich sowie die Überprüfung von Luftfahrzeugen. 46% aller registrierten zivilen Maschinen in Österreich und 41% der Luftfahrtunternehmen (35) fallen in den Verantwortungsbereich dieser Außenstelle.

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