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Laute Flugzeuge dürfen in Salzburg nicht mehr landen!

31.10.2008: Bereits zum sechsten Mal in großer Runde trafen sich am Freitag 31.10. Vertreter der Salzburger Flughafen GmbH mit Anrainer- und Behördenvertretern aus Salzburg und dem benachbarten Freilassing. Hauptthema: Verbesserungen in Sachen Fluglärm.

Seit 26. Oktober 2008 dürfen lautere Luftfahrzeuge der Tupolew-154- und McDonnell Douglas MD-80-Klasse am Salzburg Airport per Bescheid des Verkehrsministeriums nicht mehr landen. Die für Lärmmessungen zuständigen Behörden erwarten sich dadurch eine weitere Reduktion der Belastung für die direkten Anrainer des Flughafens. Salzburg ist mit dieser Einschränkung nicht nur in Österreich vorbildlich, sondern auch Vorreiter in der EU.

 

Neues Anflugverfahren bringt Verbesserungen für alle 
Ein neues Anflugverfahren soll östlich von Freilassing vorbei führen, mehr als 1.200 Meter hoch über der Stadt, triebwerksreduziert und damit leiser sein. Dieses neue Anflugverfahren wurde vom Flughafen-Management beim zuständigen Verkehrsministerium im Vorjahr beantragt. Im heurigen Frühsommer startete ein erfolgreicher Testbetrieb, jetzt liegt ein Entwurf für dieses neue Anflugverfahren vor. Mit einer "Veröffentlichung" - und damit Umsetzung - des neuen Verfahrens ist im Frühjahr 2009 zu rechnen.

Weiters wurde die Verbesserung von Abflügen in Richtung Norden diskutiert. Im Kern geht es dabei um mehr Routengenauigkeit, den Überflug von unbewohntem Gebiet und damit einer Entlastung der Wohngebiete von Taxham, Alt-Liefering, Bergheim-Zentrum und Freilassing-Hofham. Ein entsprechender Antrag zur Installierung der notwendigen bodengestützten Navigationshilfen für die Airlines wurde von Flughafen-Geschäftsführer Dir. Roland Hermann und Dipl.-Ing. Peter Huber, Anrainervertreter in Bergheim-Elixhausen, gemeinsam beim Verkehrsministerium eingebracht. Die Navigationshilfe soll - wenn das Behördenverfahren abgeschlossen ist - im nächsten Jahr installiert werden.

 

Meilenstein: "Tupolew"-Verbot und Einschränkungen beim Platzrundenverkehr

Im Rahmen der Sitzung wurde auch die jüngste Änderung der Zivilflugplatzbetriebsbewilligung (ZFBB) präsentiert. Kernpunkt: Seit 26. Oktober 2008 dürfen lautere Kapitel III Luftfahrzeuge den Flughafen Salzburg nicht mehr anfliegen. Damit sind Maschinen der MD-80-Serie und Tupolew-154-Klasse vom Salzburg Airport ausgeschlossen. Das wird sich besonders an den verkehrsreicheren Winter-Samstagen lärmmindernd auswirken, heißt es von Seiten der Lärmsachverständigen der Stadt Salzburg.

Außerdem stellte das Flughafen-Management den Bescheid zur Beschränkung der Platzrundenflüge vor. Diese Flüge - ob für Schulungen oder den Tourismus - dürfen nur mehr an Werktagen von 07.00 bis 20.00 Uhr durchgeführt werden. Es gilt Sonn- und Feiertagsverbot.

 

Abschließende Feststellungen und Termin-Hinweis 2009
Aufsichtsrats-Vorsitzender LHStv. a. D. Dr. Othmar Raus zeigte sich erfreut, dass die Mitglieder der deutsch-österreichische Fluglärmkommission in ihrer jüngsten Sitzung am 29. Oktober einhellig festgestellt haben, dass die Fluglärmmessungen des Magistrats der Stadt Salzburg "nachweislich korrekt" sind. Damit wurde widersprüchlichen Aussagen und Behauptungen in bayerischen Medien entsprechend entgegengetreten. Aufgrund der allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklung könne man zudem davon ausgehen, dass Flugbewegungen und Passagiere 2008 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen. Das ist gut für die Anrainer, schlecht für das Flughafen-Geschäft, so Raus abschließend.

Hinweis: Die nächste Runde im Dialog Flughafen-Anrainer findet nach der Landtagswahl im kommenden Frühjahr statt.

 

Flightinfo