Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung der Webseite, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu.Mehr erfahrenOK
 
11px | 12px | 13px
RSS feed
Drucken
Als Favorit speichern
Flughafen auf Facebook
Flughafen auf Google Plus
Flughafen auf Twitter
Flughafen auf Instagram

Flughafen Salzburg als Wirtschaftsmotor!

05.03.2013: Die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Salzburger Flughafens ist beachtlich.

  • Standort Airport löst jährlich rund 1 Milliarde Euro an Wirtschaftsvolumen aus

  • Neue regionalwirtschaftliche Analyse zeigt die enorme Bedeutung des   Salzburger Flughafens

 

Flughafen Salzburg als Wirtschaftsmotor!Flughafen Salzburg als Wirtschaftsmotor!
Rechnet man die Produktions-, Nachfrage- und Umsatzeffekte des Standorts Flughafen und der Ausgaben der Fluggäste im Land Salzburg, dem süd-ostbayrischen Raum und dem Grenzgebiet zu Tirol und Oberösterreich zusammen, löst der Airport innerhalb eines Jahres als Standort rund 1 Milliarde Euro an Volumen aus.

 

Zu diesem Schluss kommen die beiden arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Experten Mag. Wilfried Bischofer von der AK Salzburg und Dkfm. Bernd Gaubinger vom Zentrum für Zukunftsstudien an der FH Salzburg. Sie analysierten im Auftrag der Salzburger Flughafen GmbH die wirtschaftlichen Effekte dieser wichtigen Infrastruktureinrichtung.

 

Ohne Flughafen weniger Wohlstand – so könnte man das Ergebnis der Analyse der beiden Experten zusammenfassen. Schon 2006 erhoben Bischofer/Gaubinger den Nutzen von Fluggästen, die via Low Cost Carrier (LCC) nach Salzburg gekommen waren.

 

Damals errechneten sie eine regionalwirtschaftliche Umwegrentabilität von rund 140 Millionen Euro pro Jahr - allein aus den Ausgaben der Urlauber, die mit sogenannten Billigfluglinien nach Salzburg gekommen sind.

 

Sieben Jahre später hat sich die tourismus- und flugverkehrspolitische Welt stark verändert. Der LCC-Sektor verlor massiv zugunsten des Linien- und Netzwerkverkehrs. Ohne die Anbindung an starke Hubs (Drehscheiben) via Frankfurt, Wien, London, Palma, Berlin, Köln, Zürich, Düsseldorf und heuer neu Istanbul wäre der Flughafen Salzburg heute wirtschaftlich kaum mehr zu führen. Dies würde unmittelbar  zu einer Belastung der Haushalte der Eigentümer führen. Sorgte Anfang der 2000er-Jahre der LCC-Sektor in Europa für einen Reiseboom und stark steigende Passagierzahlen, so sind es heute die mehrmals täglichen Linienverbindungen zu den „Hubs“, die neue Gäste an Salzburg binden und für Einheimische eine Flugreise attraktiver machen. Und so nebenbei auch für eine bessere Verteilung der Anflüge abseits des vorgegebenen touristischen Samstag-Samstag-Buchungsrahmens sorgen.

 

Trotz massiv gesunkener Flugbewegungen von minus 16% in den Jahren 2001 bis 2012 und Passagierzahlen wie in den Jahren vor Ausbruch der Finanzkrise ist der regionalwirtschaftliche Nutzen des Airports heute unbestritten. Von der einen Milliarde Euro jährlichen Gesamtvolumens entfallen übrigens rund 85% Prozent auf das Bundesland Salzburg. Und hier wiederum teilen sich in etwa 60% auf den Zentralraum und 40% auf die Bezirke südlich des Pass Lueg auf, so Bischofer/Gaubinger.

 

Die restlichen 15% der Milliarde teilen sich im Wesentlichen auf den angrenzenden südostbayerischen Raum, das Tiroler Unterland und die angrenzenden Bezirke Oberösterreichs auf. Es ist daher davon auszugehen, dass auch die benachbarte bayerische Region vom Flugverkehr in Salzburg einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Nutzen hat.

 

Allein für das Bundesland Salzburg haben Bischofer/Gaubinger eine Wertschöpfung von 462 Millionen Euro durch den Flughafen und dessen Urlaubs- und Geschäftsreisende errechnet. In Relation zum jährlichen regionalen Brutto-Inlands-Produkt, kurz BIP, werden durch den Airport 2% der gesamten Wirtschaftsleistung Salzburgs bewegt.

 

Der Flughafen als Unternehmensgruppe im engeren Sinn mit Salzburger Flughafen GmbH, Salzburg Airport Services GmbH und Carport Parkmanagement GmbH beschäftigt im Jahresschnitt rund 330 Personen – umgerechnet in Vollzeit-Äquivalenz. In der verkehrsintensiveren Wintersaison werden zusätzlich rund 150 zeitlich befristete Arbeitsplätze geschaffen.

 

Das Beschäftigungspotenzial aller rund 60 am Airport tätigen Unternehmen – beispielsweise von Red Bull über die Spedition Schenker bis hin zum Travel Value Shop und Behördenstellen - liegt in Summe bei 1.300 Arbeitsplätzen. Dazu kommen im Rahmen der Wertschöpfungskette weitere 1.800 Arbeitsplätze hinzu, die durch den Standort Flughafen gesichert werden. Rund 4.200 Arbeitsplätze werden direkt durch die Ausgaben der Fluggäste im Tourismus „nachgefragt“. Jene Gäste, die via Salzburg Airport zu uns kommen, geben im Jahresschnitt über 200 Millionen Euro aus, haben Bischofer/Gaubinger errechnet.

 

Was alle Kundenbefragungen ergeben, schlägt sich auch in den errechneten Zahlen der beiden Experten nieder. Fluggäste frequentieren eher die Vier- und Fünfstern-Hotellerie. Fluggäste, insbesondere aus dem osteuropäischen Raum, geben deutlich mehr Geld im Urlaub aus als andere Gästeschichten. Und: Schon 13% der Festspielbesucher reisen heute mit dem Flugzeug an, um das wichtigste und größte Opernfestival der Welt zu besuchen.

 

Aus diesen ökonomischen Effekten des Standorts Flughafen lassen sich, so Bischofer/Gaubinger in ihrer Analyse, auch fiskalische Effekte für den öffentlichen Sektor abschätzen. Der Standort Flughafen löst mit seinen Betrieben direkt und indirekt rund 60 Millionen Euro an Steuereinnahmen pro Jahr aus.

 

Bischofer/Gaubinger haben auch „weiche“ Standortkriterien berücksichtigt. Allein die Existenz eines Flughafens sei ein entscheidender Standortvorteil für die Region. Was das Ansiedeln neuer Betriebe und die Schaffung neuer Arbeitsplätze betrifft. Außerdem würden die touristischen Hoffnungsmärkte im Osten eine direkte Anbindung nach Salzburg über den Flughafen erfordern, so die beiden Experten.

 

Stimmen zum Salzburger Flughafen

 

Dr. Othmar Raus, Aufsichtsratsvorsitzender Salzburger Flughafen GmbH: „Der Flughafen ist ein öffentliches Unternehmen, ein Dienstleister, der viel  Nutzen schafft. Er  ist für die Beschäftigung und die Auslastung vieler Wirtschaftszweige von großer Bedeutung.

Ebenso müssen die vielfältigen Aufgaben von der Betriebspflicht über die betriebliche Wirtschaftlichkeit, den Umweltschutz, die Rücksichtnahme auf die Bewohner in der Umgebung unter einen  „Hut“ gebracht werden. Das Management und der Aufsichtsrat sind laufend darum bemüht, diesen „Spagat“ zu schaffen. Als Aufsichtsratsvorsitzender einer öffentliche Einrichtung wie dem Flughafen ist es mir besonders wichtig, dass jeder im Land versteht, wie wichtig der Flughafen ist. Ob für die Wirtschaft oder für den Arbeitsmarkt. Ohne den Flughafen wäre vieles in Stadt und Land nicht möglich.“

 

Ing. Roland Hermann, Geschäftsführer der Salzburger Flughafen GmbH: „Die Analyse von Bischofer/Gaubinger bestätigt, dass der Airport in seiner strategischen Ausrichtung goldrichtig liegt. Wir stehen für Qualität vor Quantität, wenn es um die Anbindung an neue Netze in Europa geht. Wenn wir besser und schneller als die anderen europäischen Regionalflughäfen sind, haben wir mehr Erfolg und können bei unseren Passagieren punkten.  Die jüngsten Erfolge mit einer Wiederbelebung der Zürich-Verbindung und einer Anbindung nach Istanbul-Atatürk mit Turkish Airlines lassen mich entspannt in die Zukunft schauen.“

 

Mag. Karl Heinz Bohl, Geschäftsführer der Salzburger Flughafen GmbH: „Unser Flughafen ist zu einer Aorta, einer Lebensader für den Tourismus geworden. Das bestätigt einmal mehr diese Analyse. Als Kaufmann am Flughafen freut es mich besonders, wenn wir derart hohe Nachfrageeffekte bei unseren Partnern – ob am Boden oder in der Luft – generieren. Wir schaffen Produktion, sichern Umsätze und erzeugen Nachfrage. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Brutto-Inlands-Produkt. Die Untersuchungen über den volkswirtschaftlichen Nutzen des Salzburger Flughafens haben schon Tradition. Bereits 1985 wurde die erste Studie in Auftrag gegeben und in den Folgejahren wurde stets die enorme volkswirtschaftliche Bedeutung des Salzburg Airport für die gesamte Region untersucht“

 

Siegfried Pichler, Präsident der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg: „Arbeitsmarktpolitisch ist der Flughafen seit Jahrzehnten ein sehr wichtiger Faktor.

Gäbe es nicht den Flughafen, so hätten wir in Salzburg tausende Jobs weniger. Der AK ist aber nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität der Arbeitsplätze wichtig. Der Flughafen bietet fair bezahlte und qualitätsvolle Jobs. Bei dem Großteil der Tätigkeiten am Salzburger Flughafen handelt es sich um qualifizierte bis hoch-qualifizierte Arbeitsplätze. Gerade im Bereich der Service- und Wartungsarbeiten, der Sicherheitsdienste und in der Flugabfertigung sind spezielle Kenntnisse und laufende Aus- und Weiterbildung notwendig. Auch deshalb ist der Standort Flughafen für den Arbeitsmarkt in Salzburg so wichtig.“

 

Andrea Stifter-Vorderegger, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Salzburg: „Der Salzburger Flughafen ist einer der wichtigsten Impulsgeber für die heimische Wirtschaft. Die wachsende Verflechtung der Salzburger Wirtschaft mit den internationalen Märkten erfordert neue und gute Flugverbindungen. Zeit ist Geld. Das gilt nicht nur für Geschäftsreisende, sondern auch für Touristen, die zu uns kommen. Mit dem Flugzeug kann man rasch von A nach B kommen. Darum ist der Salzburg Airport so wichtig.“

Flightinfo