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Anrainer-Dialogrunde 5: Euro 08, neues Anflugverfahren, Entzerrung der Samstage

29.04.2008: Im Zeichen der EURO 08 und den Auswirkungen der Fußball-EM auf den Flugverkehr stand die 5. Runde von Vertretern des Aufsichtsrates, des Flughafen-Managements und Anrainern aus Salzburg und Freilassing.

zur Entwicklung einer friedlichen Koexistenz des Airports mit seinen Nachbarn. Das Gesprächsklima war - wie in der Vergangenheit - konstruktiv. Der Flughafen Salzburg ist für die Zeit der Fußball-EM ein voll koordinierter Flughafen, sämtliche Flugbewegungen für die Zeit der EURO 08 müssen in Wien bei der Schedule Coordination Austria (SCA) angemeldet und genehmigt werden. Die SCA vergibt für den EM-Monat Juni Slots auf allen österreichischen Airports - alle österreichischen Airports sind also von Wien aus "koordiniert".

 

EURO 08: Kein Antrag des Flughafens auf Ausweitung der Betriebszeiten

Das wichtigste vorweg: Die Salzburger Flughafen GmbH wird die geltenden Betriebszeiten 06.00 bis 23.00 Uhr für die Zeit der Euro 08 NICHT verändern bzw. "Nachtflüge" nach 23.00 Uhr genehmigen. Ausnahme: Wenn von Seiten der zuständigen Behörden im Bund sowie der Sicherheitsdirektion aus sicherheitstechnischen Gründen eine entsprechende schriftliche Weisung an den Flughafen Salzburg kommt. Derzeit sind für die Zeit der EURO 08 vom 1. bis 30. Juni 173 Landungen von Luftfahrzeugen geplant. Entscheidend ist, dass lautere Kapitel III Luftfahrzeuge frühestens um 08.00 Uhr geplant landen und spätestens um 19.45 Uhr geplant starten. Aus Gründen der militärischen Sicherheit ist der Luftraum über Salzburg an den drei Spieltagen am 10., 14. und 18. Juni jeweils von 18.45 bis 23.00 Uhr gesperrt. Diese Sperre auf Initiative des Verteidigungsministeriums gilt - wie gesagt - nur an den drei Spieltagen.

Flughafen-Geschäftsführung und Anrainervertreter sind darüber einig, dass Einsatzflüge von Hubschraubern des Innenministeriums aus Lärmschutzgründen in entsprechender Höhe über dem Areal und der Umgebung des EM-Stadions in Klessheim erfolgen sollen. Ein entsprechendes gemeinsames Schreiben des Flughafen-Managements und der Anrainervertreter wird an das Bundesministerium für Inneres gerichtet.

 

Lärmschutz: Neues Anflugverfahren soll Stadt Salzburg und Freilassing entlasten

Nach der 4. Runde im Herbst 2007 wurde vereinbart, ein neues Anflugverfahren als Entlastung für Freilassing und der Stadt Salzburg zu testen. Die Tests sind erfolgreich verlaufen, berichten die Experten der Flugsicherheitsbehörde Austro Control bei der Sitzung. Künftig wird bei entsprechender Wind- und Wettersituation das Luftfahrzeug östlich von Freilassing über unbesiedeltes Gebiet in großer Höhe und anschließend in großer Höhe über die Stadt zur Landespiste geführt. Dieses Landeanflugverfahren soll in einem kontinuierlichen Sinkflug mit weniger Triebwerksleistung und daher lärmarm durchgeführt werden.
Wichtig: Dieses Verfahren wird die bestehenden Südanflüge entscheidend verbessern. Jetzt werden Südanflüge zum Teil in einer Höhe von 300 Metern über Stadtgebiet geführt, künftig sollen es mit diesem neuen Verfahren 1.000 Meter sein. Das Flughafen-Management wird den Anrainervertretern in einem "Lokalaugenschein" das neue Anflugverfahren zeigen.

Für Verbesserungen des Abflugverfahrens in östliche Richtung (Bergheim) wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die der Flugsicherheitsbehörde in Wien konstruktive Vorschläge für bessere, anrainerfreundlichere Routenführung macht.

 

Verkehrszahlen: 1. Schritt der Entzerrung der Wintersamstage gelungen

Das Flughafen-Management führte den Beweis, dass Flugbewegungen von den verkehrsreicheren Samstagen im Winter auf mittwochs verlegt wurden. Die Bewegungen an 15 Mittwochen im Winter 07/08 nahmen um 12,9% gegenüber den 15 Mittwochen im Winter 06/07 zu. In absoluten Zahlen stiegen die Bewegungen an Mittwochen von 782 auf 883. Die Zahl der Passagiere an diesen Mittwochen wuchsen um fast 10.000 auf insgesamt 64.877 (+ 18%). Bei den 15 Samstagen im Winter betrug das Plus hingegen nur 5,7% und stieg auf absolut 3.063 Bewegungen.
Wichtig: Insgesamt war die Zunahme bei den Flugbewegungen im 1. Quartal 2008 im Vergleich zum 1. Quartal 2007 mit 2,3% moderat und geringfügig.

 

Verspätungen: Keine ungeplanten Starts nach 23 Uhr

Erstmals in der jüngeren Geschichte des Flughafens gab es in den verkehrsreicheren Monaten Jänner und Februar keine einzige ungeplante Verspätung nach 23 Uhr. 2006 wurden 40 ungeplante Bewegungen nach 23 Uhr gezählt, 2007 waren es nur mehr 11. Heuer steht man - auch aufgrund von Sturmtief "Emma - bei 4. Diese waren ausschließlich Landungen, 2008 hat es noch keinen einzigen ungeplanten, verspäteten Start nach 23 Uhr gegeben. (Vergleich 2006: 32 / 2007: 8)

 

Termin-Aviso: Nächste Runde 06 im Herbst geplant

Die Vertreter des Flughafens und der Anrainerschaft sind übereingekommen, die Gespräche im kommenden Herbst – vor der nächsten Wintersaison – fortzusetzen.

Flightinfo