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Anrainer-Dialogrunde 07: Verbesserungen für alle wirken

25.05.2009: Neues An- und Abflugverfahren bringt Entlastungen / Keine Starts nach 23 Uhr und deutlich weniger Lärm durch Tupolew- und MD-80-Verbot / Infos zur Umweltverträglichkeitsprüfung, die vorbereitet wird.

Entgegen von Meldungen im Vorfeld verlief auch die 7. Dialog-Runde mit Vertretern des Aufsichtsrates, des Flughafenmanagements, Behörden und Anrainervertretern aus Salzburg, Bergheim und Freilassing konstruktiv und sachlich. Seit mehr als zwei Jahren werden diese „Dialog-Runden" durchgeführt. Trotz der „natürlichen" Gegensätze zwischen den – teils parteipolitischen - Anwohnervertretern und der Flughafen-Leitung, kann man auf viele gemeinsam erreichte Erfolge zum Schutz der Bürger und zur Verringerung des Fluglärms verweisen.

 

 

Neuer Anflug entlastet Anrainer

Das neue Anflugverfahren – östlich von Freilassing und mehr als 1.100 Meter hoch über die Stadt – ist seit 7. Mai 2009 offiziell im Luftfahrthandbuch AIP (Aeronautical Information Publication, Anm.) für alle Airlines veröffentlicht. Bei guten Wind- und Wetterbedingungen können die Airlines diesen neuen Sicht-Anflug fliegen und entlasten damit die dicht besiedelten Stadtteile der Stadt und den bayerischen Nachbargemeinden. Der Anflug erfolgt triebwerksreduziert, sprich lärmarm, und treibstoffsparend. „Wir haben eineinhalb Jahre an dieser Verbesserung gearbeitet. Alle – von der Flugsicherung bis zu den Behörden in Salzburg und Wien – haben mitgeholfen. Wir kommen gemeinsam schrittweise voran", freut sich Flughafen-Geschäftsführer Ing. Roland Hermann.

 

Neuer Abflug entlastet Anrainer

Unter maßgeblicher Beteiligung der Anrainervertreter in Bergheim wurde ein neuer Abflug in Richtung Nord-Osten entwickelt. Mit zusätzlichen, neuen bodengestützten Navigationseinrichtungen können die Airlines den Abflug genauer und damit für die Anrainer besser abwickeln. Die Abflüge in Richtung Norden werden an Alt-Liefering, Rott und Bergheim sowie Freilassing-Hofham vorbeigeführt. Für das exaktere Abfliegen sind neue bodengestützte Navigationseinrichtungen – unter anderem auch am Gaisberg – notwendig. Die Investitionen in Technik und Planungen betragen rund 115.000 Euro und werden bis zum Herbst 2010 umgesetzt.

 

Keine Starts nach 23 Uhr

Im Gegensatz zum intensiven Winter 2006 haben sich zu den Saisonen 2007/2008 und 2008/2009 die ungeplanten, vom Flughafen nicht zu verantwortenden Verspätungen der Airlines nach 23 Uhr gegen null hin entwickelt. Im gesamten Vorjahr hat es nur einen einzigen Start nach 23 Uhr gegeben, heuer bis dato keinen einzigen. Verspätete (aber für die Anrainer kaum wahrnehmbare) Landungen nach 23 Uhr gab es 2008 23 und heuer bis dato 3. „Darauf kann kein Airport Europas verweisen. Wir halten uns an die Abmachungen mit den Anwohnern und die Nachtruhe", heißt es von Seiten des Flughafen-Managements.

 

„Tupolew- und MD-80-Verbot" verringert Fluglärm

Auf Wunsch des Flughafen-Managements wurden im Vorjahr auch die Zivilflugplatzbenützungsbedingungen geändert. Inhalt: lautere Kapitel III Luftfahrzeuge der Tupolew-154-Klasse und der MD-80-Serie dürfen am Salzburg Airport seit 26. Oktober 2008 nicht mehr landen. „Das hat einen Rückgang des Dauerschallpegels um 35% im Vergleich der Wintersamstage 2007/2008 gebracht. Rechnet man die beiden verkehrsstärksten Samstage im vorigen und heurigen Winter heraus, hat es gar ein Minus von 50% beim Fluglärm an diesen Vergleichssamstagen gegeben", berichtet Flughafen-Chef Hermann. Dass es weniger Fluglärm gibt, beweist auch die „Beschwerde-Statistik" am Airport, die seit Jahresbeginn 2009 bis dato ganze 19 Anrufe zählt.

 

Hubschrauber-Ausbildungsflüge sollen verbessert werden. Die notwendigen Ausbildungsflüge für Hubschrauber-Piloten – vor allem die „Schwebe-Flüge" am Flughafen-Gelände – sind seit Jahren im Focus der Anwohner. Über die Zivilflugplatzbenützungsbedingungen wurden die Ausbildungsflüge für Hubschrauber im Vorjahr zeitlich eingeschränkt und sind samstags Nachmittag, an Sonntagen ganztags und während der Mittagszeit überhaupt verboten. Lärmtechnisch werden die Schwebe-Flüge nun am Rollweg L, nahe der unbewohnten Kröbenfeldstraße, situiert. Info 1: Umweltverträglichkeitsprüfung wird vorbereitet

Nach dem bekannten Beschluss des Unabhängigen Umweltsenates vom 26. Februar 2009 wird durch den Flughafen Salzburg eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorbereitet. Unter anderem werden Inhalt und Umfang des Verfahrens, Anzahl der Gutachter und technische Fragen analysiert und für die Einleitung der UVP vorbereitet. Die Salzburger Flughafen GmbH hat nach Zustellung des schriftlichen Beschlusses Ende April auch eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingeleitet, weil das Unternehmen Rechtssicherheit und Rechtsklarheit braucht. Sprich: Wissen muss, welche bestehende und neue Vorhaben UVP-pflichtig sind und welche nicht. Wichtig: UVP-Verfahren und VwGH-Beschwerde laufen parallel. Der Flughafen wartet den Instanzenweg nicht ab, sondern bekennt sich dazu, eine UVP im vereinfachten Verfahren durchzuführen.

Info 2: Anrainervertreter bekommen noch mehr Daten Transparente Informationen zu Flugdaten für – teils parteipolitische – Anrainervertreter sind seit Beginn der „Anrainer-Dialoge" ein Thema. Das Flughafen-Management kündigte heute an, quartalsmäßig Daten in Sachen Betriebsrichtungsverteilung sowie Anzahl der An- und Abflüge im voraus (Monatsflugplan) und im Internet zu veröffentlichen.

Flightinfo