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Salzburger Flughafen präsentiert „normales, aber gutes“ Ergebnis

27.06.2013: Im weltwirtschaftlichen Auf und Ab hält der Salzburg Airport stabil seinen Kurs – das ist die wesentlichste Botschaft zu den Kennzahlen des Geschäftsjahres 2012.

Die beiden kürzlich wiederbestellten Geschäftsführer der Salzburger Flughafen GmbH, Direktor Roland Hermann und Direktor Mag. Karl Heinz Bohl, sowie Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Othmar Raus blicken heute, Donnerstag, auf ein „normales, aber gutes“ Geschäftsjahr zurück. Und sind für 2013 optimistisch.


BilanzpressekonferenzBilanzpressekonferenz
Der Spruch - weniger Flugbewegungen bedeuten nicht immer schlechtere Passagierzahlen – trifft auch für das vergangene Geschäftsjahr zu.

 

2012 nutzten insgesamt 1.666.487 Passagiere den Salzburg Airport. Davon entfielen 1.093.205 Passagiere auf den Linienverkehr. Das entspricht einem leichten Minus von 1,80% im Vergleich zu 2011.

 

Auch die Passagiere des Charterverkehrs gingen um 2,94% auf gesamt 563.130 Menschen leicht zurück. Im Jahr 2012 wurde der Salzburger Flughafen von 111 Fluggesellschaften angeflogen.

 

Weniger Bewegungen – gleich viel Passagiere

 

Bei den Flugbewegungen – ein Start und eine Landung sind zwei Bewegungen – gab es 2012 insgesamt 17.122 Bewegungen, das sind 8.561 Starts und 8.561 Landungen. Davon entfielen 12.584 Bewegungen auf den Linienverkehr (-14,83% im Vergleich zu 2011), 3.908 Bewegungen auf den Charterverkehr (-5,56%) und 630 Bewegungen auf den sonstigen Verkehr (-0,63%).

 

Die Luftfracht inklusive der LKW-Ersatztransporte sank von 9.258 Tonnen auf 7.912 Tonnen, das entspricht einem Rückgang von -14.54%. Lediglich im direkten Luftfrachtbereich konnte eine Steigerung von 26,63% auf 214 Tonnen erzielt werden. Das Gesamtgewicht aller 2012 in Salzburg gelandeten und gestarteten Maschinen (MTOW) sank um 5,69 % auf 519.946 Tonnen.

 

Othmar Raus: Geschäftsjahr 2011 war ein einmaliger „Ausreißer“ nach oben

 

Der Betriebserfolg sank von rund 9,49 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 7,69 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) nahm im Vergleichszeitraum von 9,21 Mio. Euro auf rund 7,65 Mio. Euro ab. 2012 wurde ein Jahresüberschuss von 5,77 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Gesellschaftervorgaben wurden zum Teil (über-)erfüllt. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zum Umsatz (EBIT-Margin) lag 2012 bei 14,49 % (Soll: 8 %), die Eigenkapitalquote stieg von 73,6 % auf 74,1 % (Soll: über 50%).

 

„2011 war in jeder Hinsicht ein´Ausreißer´ im positiven Sinn. Das Geschäftsjahr 2012 reiht sich daher in die Liste der normalen, aber guten Jahre ein. Roland Hermann und Karl Heinz Bohl haben ihre unternehmerische Weitsicht und ihr Können wiederholt unter Beweis gestellt. Die Eigentümer bauen auf Kontinuität und Führungskräfte, die ihr Handwerk verstehen. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Verträge beider Geschäftsführer in diesem Jahr verlängert wurden“, lobte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Othmar Raus bei der Bilanzpressekonferenz.

 

Der Salzburger Flughafen ist stets um die beste Betreuung und Bedienung seiner Kunden bemüht. Der Grundsatz „Der Kunde ist König“ wird groß geschrieben. Der bisherige Erfolg gibt uns Recht. Auch die Eigentümer und  Arbeitnehmer werden besonders beachtet. „Qualität und Sicherheit der Arbeitsplätze am Flughafen stehen im Mittelpunkt“, so Raus. Die Dividenden-Leistung der Salzburger Flughafen GmbH für das Geschäftsjahr 2012 an Stadt und Land Salzburg wird 3,6 Mio. Euro betragen. Das versetzt die Eigentümer in die Lage, die Mittel wieder sinnvoll einzusetzen.

 

Bemerkenswert ist auch die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Salzburger Flughafens. Rechnet man die Produktions-, Nachfrage- und Umsatzeffekte des Standorts Flughafen und der Ausgaben der Fluggäste im Land Salzburg, dem süd-ostbayrischen Raum und dem Grenzgebiet zu Tirol und Oberösterreich zusammen, löst der Airport innerhalb eines Jahres als Standort rund eine Milliarde Euro an Volumen aus. Allein für das Bundesland Salzburg wurde eine Wertschöpfung von 462 Mio. Euro durch den Flughafen und dessen Urlaubs- und Geschäftsreisende errechnet, erinnert Raus an die wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Analyse von Mag. Wilfried Bischofer und Dkfm. Bernd Gaubinger.

 

Roland Hermann und Karl Heinz Bohl: Der „Change-Prozess“ greift


„2008 haben wir einen umfassenden Strategieprozess gestartet. Alle Ebenen und Bereiche des Unternehmens und der Töchtergesellschaften wurden erfasst. Vor allem die innerbetrieblichen Arbeitsabläufe, die Energie- und Verbrauchssteuerung wurden optimiert und enorme Synergieeffekte gehoben. Viele kleine Bausteine in diesem ´Change-Prozess´ haben diesen Erfolg gebracht und schlagen sich jetzt positiv auf die Bilanz nieder. Trotz wirtschaftlich schlechterer Zeiten“, so Hermann und Bohl bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2012 und verweisen auf die mit 74 % sehr solide Eigenkapitalquote.

 

Investitionen: Neues Bürogebäude ist ein „Passivhaus“

 

Investitionen und die damit verbundenen Bauarbeiten sind speziell auf einem Flughafen unerlässlich. Nur ein moderner Flughafen, der den hohen technischen Standards entspricht und innovative Wege auch im Bereich Non Aviation (Vermietung, Verpachtung, Werbung, etc.) beschreitet, kann seinen Stellenwert als Verkehrsknotenpunkt der Region behaupten, Arbeitsplätze sichern, sich weiter entwickeln und Kundenbedürfnisse befriedigen.  Rund 18 Mio. Euro, davon 9 Mio. Euro für im Bau befindliche Projekte, z. B. den Tower, hat der Flughafen im abgelaufenen Geschäftsjahr investiert.

 

Im Dezember 2012 wurde das Herzstück, das neue „Büro- und Logistikgebäude“ an der Innsbrucker Bundesstraße, fertiggestellt. Durch die innovative Architektur und das ausgeklügelte Haustechnikkonzept wurde hier ein Bürogebäude errichtet, das als zertifizierbares Passivhaus oder „Green Building“ gilt. Bestwerte im Bereich der Energieeffizienz sind hier selbstverständlich.

 

„Der Flughafen hat nicht nur die zentrale Aufgabe als Verkehrsdrehscheibe für Tourismus, Wirtschaft und Industrie, wir müssen als innovatives Unternehmen weiter nach vorne blicken um den Ansprüchen der nächsten Generationen zu entsprechen. Das bedeutet für uns als Geschäftsführer des Salzburger Flughafens auch bei Bauten die neuesten und nachhaltigsten Techniken einzusetzen,  so die beiden Geschäftsführer Roland Hermann und Karl Heinz Bohl.

 

Preise als Zeichen der Anerkennung


Sichtliches Zeichen, dass die Salzburger Flughafen GmbH zu den wirtschaftlich führenden „Playern“ des Landes gehört, sind „externe“ Preise. 2012 wurde der Airport vom Wirtschaftsblatt, den Kreditschützern vom KSV 1870 und dem Wirtschaftstreuhänder PwC zu „Austrian Leading Companies“ gewählt. Von den relativen Kennzahlen her spielt der Salzburg Airport in einer Liga mit Industriegrößen wie OMV und Lenzing AG.

 

Ausbau und Festigung der Verkehrsanbindungen in die internationalen Drehscheiben wie Frankfurt, Wien, Berlin, Köln, Düsseldorf, Zürich, Istanbul, Amsterdam, Palma de Mallorca und London sowie Innovationen im Non-Aviation-Bereich (Shop-Konzept) wurden mit in die Bewertung genommen und gewürdigt.

 

2012 wurde der Salzburg Airport W.A. Mozart für sein erfolgreiches Umweltmanagement erstmals mit dem „EMAS-Preis“ ausgezeichnet. „Der Salzburger Flughafen ist ein modernes und zukunftsorientiertes Unternehmen. Deshalb ist der Umweltschutz eine wichtige Komponente in unserem unternehmerischen Handeln. Mittlerweile setzen wir uns seit Jahren umfassend und ernsthaft mit dem Schutz der Umwelt am und um unseren Flughafen auseinander. Die Auszeichnung mit dem „EMAS-Preis“ 2012 bestätigt uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, blicken Hermann und Bohl auf die Preisverleihung in Wien zurück.

Hintergrund: Das europäische Umweltmanagementsystem EMAS ist – benannt nach einer gleichnamigen Verordnung der Europäischen Union – ein freiwilliges Instrument für eine nachhaltige Entwicklung in Unternehmen. Der Salzburger Flughafen wurde bereits 2011 als einziger Flughafen unter 46 Unternehmen für den „European EMAS Award“ nominiert.

 

Die Auszeichnung wird jährlich von einer Fachjury – bestehend aus Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Industrie, Umweltverbänden und Lebensministerium – vergeben.

 

Anrainerdialog: Weniger Verkehr, leisere Maschinen

 

Der Dialog mit den Nachbarn des Flughafens in Salzburg und den bayrischen Grenzgemeinden läuft weiter. Im letzten Jahr konnten gemeinsam mit der Flugsicherheitsbehörde Austro Control durch Änderungen an den An- und Abflugrouten weitere Verbesserungen erwirkt werden. Der neue „Tauernanflug“ aus südlicher Richtung wird seit mehr als einem Jahr getestet und evaluiert.

 

Die Verantwortlichen des Flughafens wissen um die Brisanz neuer An- und Abflugrouten, die für die einen immer zu „wenig“ und die anderen oft zu „viel“ sein können – ganz über unbewohntes Gebiet werden Flugzeuge im Zentralraum nicht starten und landen können. Aber alle Verantwortlichen am Flughafen, bei der Austro Control und den Behörden in Stadt und Land wollen weitere Entlastungen, keine Belastungen, der Bevölkerung.

 

Seit 26. Oktober 2008 gilt in Salzburg ein Landeverbot für laute Kapitel III Flugzeuge. Das ist europaweit einzigartig und hat seither auf allen sechs Lärmmess-Stationen rund um den Airport eine durchschnittliche Reduktion des Fluglärms von rund 25 % gebracht.

 

Auch das Anfang 2011 neu etablierte Förderungsprogramm für Einbauten von Schallschutzfenstern wurde im Berichtsjahr 2012 tragend. Die Förderkriterien sowie die Anträge sind auf der Website des Flughafens www.salzburg-airport.com unter der Rubrik „Umwelt“ abrufbar. Bis Mitte April 2013 erreichten den Flughafen insgesamt 111 Anfragen, davon entsprachen 47 Objekte den Förderkriterien und wurden positiv erledigt. Bis jetzt wurden bereits 29 Wohneinheiten umgerüstet und die Fördermittel ausbezahlt.

 

Dieses Förderungsprogramm wurde auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt, wobei der  Fördertopf mit einer Million Euro ausgestattet wurde.

Flightinfo