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Othmar Raus – Ein Rückblick

16.09.2013: Nach 10 Jahren erfolgreicher Tätigkeit im Aufsichtsrat des Salzburger Flughafens blickt AR-Chef Dr. Othmar Raus auf eine bewegte Zeit zurück.

Mit 24.09.2013 scheidet der langjährige Vorsitzende aus dem Aufsichtsrat aus, dem er seit Juni 2004 angehörte. Mit dem Flughafen setzte sich Raus bereits in seinen politischen Funktionen seit dem Jahre 1974 auseinander, stets als Befürworter und Vertreter der Interessen des Flughafens zum Wohl von Stadt und Land Salzburg.

 

Der Salzburger Flughafen ist und war für Stadt und Land Salzburg ein leistungsfähiger und unverzichtbarer Verkehrsträger, darüber ist man sich über Landesgrenzen und über politische Grenzen hinweg bewusst.

 

Für die Salzburger ist der Salzburg Airport in den vergangenen 10 Jahren mehr denn je zum „Heimatflughafen“ geworden. Und das in vielfacher Hinsicht. Zum einen nutzen Jahr für Jahr hunderttausende Einheimische den Airport, um schnell, sicher und bequem an ihren Urlaubsort zu kommen. Zum anderen benötigen gerade die vielen Unternehmen im Land den Airport, um ihre Geschäftstermine im In- und Ausland wahrnehmen zu können. Während der Festspielzeit und an den verkehrsreicheren Wintersamstagen ist der Flughafen ohnehin so etwas wie eine Aorta, eine Lebensader, der heimischen Tourismuswirtschaft.

Mit der Wirtschaft profitiert auch der Arbeitsmarkt durch und mit dem Flughafen Salzburg. Der Airport sichert direkt und indirekt rund 1.500 Ganzjahresarbeitsplätze, die gut und sicher sind. Die Wertschöpfung, die der Flughafen und alle Betriebe am Airport auslösen, wurde von Experten erst jüngst mit rund 1 Milliarde Euro pro Jahr errechnet.

 

„Die Salzburger Region benötigt den Flughafen in seiner jetzigen Funktion als Basis für Wirtschaft, Industrie und Tourismus und es wäre ein großer Verlust, den Airport in seinem Handlungsspielraum massiv einzuschränken. Trotz heftiger Widerstände jenseits und diesseits der Grenze entwickelte sich der Salzburg Airport W. A. Mozart in den vergangenen fünf Jahrzehnten sowohl im Bereich des Verkehrs, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht sehr gut. Das brachte für alle Geld, neue, wertvolle Arbeitsplätze und durch die gute Infrastruktur hochwertige Betriebsansiedelungen in der Region. Als Eigentümer und Kontrolleur des Flughafens ist die Stadt- und Landespolitik verantwortlich, Vorgaben zu machen, wie etwa die Betriebszeiten, die Schwerpunkte der Verkehrsverbindungen, die Steuerung des Aus- und Umbaus und die Belastungen vor Ort für die Anrainer zu regeln. Aus meiner Sicht ist eine Verlegung oder Abwertung des Flughafens illusorisch und volkswirtschaftlich schädlich. Für uns als Aufsichtsrat war es immer wichtig, alle Maßnahmen zur Erhaltung des Standortes zu treffen und wir haben stets versucht einen Konsens im Wege des Dialogs mit den Anrainern zu finden. Rückblickend ist uns das gemeinsam mit der Geschäftsführung des Flughafens in hohem Maß gelungen“, so Raus bei der heutigen Pressekonferenz.

 

Zahlen und Fakten im Detail

Ende 2012 konnte der Flughafen mit guten Nachrichten in der Presseberichterstattung aufwarten: Der Salzburg Airport W. A. Mozart erhielt den ersten Preis der Big Player von „Austria’s Leading Companies“.

 

Diese Auszeichnung stellt unter Beweis, dass der Flughafen sich in den letzten Jahren wirtschaftlich hervorragend geschlagen hat. Bei der Preisverleihung wurden Wachstum, Ertrag und Liquidität als Kriterien herangezogen. Als Kennzahl sei hier das Jahr 2011 erwähnt, ein Jahr mit einem Umsatz von € 52,84 Millionen, einem EBIT von € 8,8 Millionen und einem Jahresüberschuss von € 6,8 Millionen. Damit ist klar, dass der Salzburger Flughafen auch wirtschaftlich zu den besten Unternehmen im Salzburger Land zählt.

 

Umsatzerlöse 2004 – 2012
Betrachtet man die Umsatzerlöse von 2004 bis in das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr 2012 kann man eine durchwegs positive Bilanz ziehen.

 

Othmar Raus – Ein Rückblick

 

2004: 35.492 Mio. € (ordentliche Erträge 41.312 Mio. €)

2005: 41.733 Mio. € (ordentliche Erträge 46.012 Mio. €)

2006: 44.622 Mio. € (ordentliche Erträge 48.662 Mio. €)

2007: 45.924 Mio. € (ordentliche Erträge 50.432 Mio. €)

2008: 44.764 Mio. € (ordentliche Erträge 47.934 Mio. €)

2009: 41.706 Mio. € (ordentliche Erträge 44.070 Mio. €)

2010: 46.079 Mio. € (ordentliche Erträge 48.707 Mio. €)

2011: 52.839 Mio. € (ordentliche Erträge 55.338 Mio. €)

2012: 53.773 Mio. € (ordentliche Erträge 58.089 Mio. €)

 

„Beachtenswert bei den Umsatzerlösen ist allerdings der Vergleich von 2004 – meinem ersten Jahr als Vorsitzender des Salzburger Flughafens – und dem letzten Geschäftsjahr 2012. In meinem ersten Jahr wurden knapp € 35,5 Mio. Umsatzerlöse generiert, im letzten Jahr waren es beachtliche € 53,8 Mio.! Das bedeutet in einer Zahl ausgedrückt, dass während meiner 10 Jahre am Salzburger Flughafen eine Steigerung der Umsatzerlöse von 51,5% erzielt werden konnte. Das ist ein gemeinsamer Erfolg der Geschäftsführung, sehr engagierter Mitarbeiter und dem Aufsichtsrat“, so Raus.

 

Umwelt und Anrainer: Der Mensch steht im Mittelpunkt

Durch die Veränderungen im Luftverkehr (Konzentration der Airlines und Fusionen, größere neue Fluggeräte, neue EU-Sicherheitsbestimmungen, etc.) sind die Flugbewegungen rückläufig, die Passagierzahlen hingegen halten sich sehr konstant bei 1,6-1,7 Mio. Spannend dabei ist, dass bei beinahe gleichbleibenden Passagierzahlen die Flugbewegungen im gleichen Zeitraum um knapp 30 % gesunken sind.

 

„So sehr mir der Flughafen ans Herz gewachsen ist, so sehr bemühte ich mich auch um die Umwelt. Mit engagierten Mitarbeitern, der Geschäftsführung und den Aufsichtsratsmitgliedern, war es möglich aus dem Salzburg Airport auch einen Umweltvorzeigebetrieb zu machen.

 

Dies gipfelte zuletzt in der Auszeichnung mit dem österreichischen EMAS-Preis 2012 und der Neu-Zertifizierung ISO 50.001 Energiemanagementsystem. Gemeinsam konnten neue, lärmmindernde An- und Abflugrouten gefunden werden. Die Anpassung bestehender Flugrouten wurde durchgeführt. Die Verbesserung des Sichtfluges („Offset“) VOR/RWY 33 wird noch in diesem Jahr vorangetrieben. Jetzt ist es möglich Landeanflüge höher als bisher über der Stadt durchzuführen. Dies bringt Entlastungen für den Norden Salzburgs sowie für Freilassing. Der neue Anflug findet überwiegend auf österreichischem Staatsgebiet statt. Auch der Tauernanflug aus dem Süden ist neu und hilft die nördlichen Gebiete zu entlasten.

 

Zu den Verbesserungen zählt speziell das in Europa einzigartige Verbot von lauten Flugzeugen der Kapitel III Generation. Damit verbunden konnte eine Lärmreduzierung von 25% alleine an den verkehrsstärkeren Wintersamstagen erzielt werden. Auch das Lärmschutzprogramm des Flughafens mit einem Fördertopf in Höhe von € 1 Mio. (63 Anträge sind bisher eingelangt, 45 davon entsprachen den Förderrichtlinien der SFG. Zugesagt wurden 44 Förderungen mit einer Förderhöhe von € 184.761,50. 34 Maßnahmen wurden bereits erledigt.) wurde erneuert. Ein besonderes Augenmerk gilt der bestmöglichen Einhaltung der Betriebszeiten, der Neuregelung im Schulungsbetrieb (Verbot von Schulungsflügen an Sonn- und Feiertagen sowie Einschränkungen im Sommer in den Abendstunden), der Einführung der Anrainerdialogrunden zwei Mal jährlich und der Veröffentlichung der Lärmberichte.

 

Seit 2007 hat der Anrainerdialog 14 Mal stattgefunden. Die Sitzungen waren oft intensiv und über Stunden und haben allen Beteiligten viel Energie abverlangt. Aber die Ergebnisse  – die Verbesserungen im Sinne des Anrainerschutzes – können sich sehen lassen.

„Ich übergebe einen Betrieb in sehr guter wirtschaftlicher Verfassung, der aus eigener Kraft eine öffentliche Aufgabe für die Bewohner und Gäste der Region erfüllt. Es muss sichergestellt werden, dass dem Flughafen weiterhin die notwendige ‚Rückendeckung‘ gegeben wird, um diese Ansprüche erfüllen zu können. Basis dafür müssen die Wirtschaftlichkeit, ein ausgezeichnetes Service für Kunden und eine Berücksichtigung berechtigter, nicht überzogener Anrainerinteressen sein. Ich wünsche dem Salzburg Airport weiter viel Erfolg im Interesse der vielen Arbeitnehmer, der Wirtschaftstreibenden und der Eigentümer in einem grenzenlosen Europa der Zukunft“, schloss Dr. Othmar Raus den Rückblick auf sein Wirken am Salzburg Airport ab.

Flightinfo