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Flughafenfeuerwehr:
Stets bereit im Auftrag der Sicherheit

04.05.2017: 64 Experten im Team der Flughafenfeuerwehr - 180 Sekunden Einsatzzeit - 77 Einsätze im Jahr 2016 - Flughafenfeuerwehr hat ICAO Kategorie 9 - Segnung durch Ladesfeuerwehrkurat a.D. Dr. Raimund Sagmeister

Der 4. Mai ist der Tag des Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren. Genau diesen Tag hat sich die Betriebsfeuerwehr des Salzburger Flughafens ausgesucht um 7 Fahrzeuge samt Gerätschaften und Mannschaften weihen zu lassen. Damit bei Notfällen alles wie bei einem Uhrwerk ineinandergreift und jedes Zahnrädchen passt, sind die Schnittstellen zwischen Flughafen und Berufsfeuerwehr der Stadt Salzburg, dem Landesfeuerwehrverband, sowie dem Roten Kreuz eng aufeinander abgestimmt um jederzeit einen raschen und wirksamen Einsatz aller Blaulichtorganisationen zu garantieren. Auch Vertreter dieser Organisationen waren bei der heutigen Florianifeier und Weihe geladene Gäste.

Auf Grund von ICAO (internationale Zivilluftfahrt Organisation) Vorschriften hat der Salzburger Flughafen strenge Richtlinien und Auflagen für den Brandschutz zu erfüllen. Entsprechend der Zahl und Größe der Flugzeuge die einen Flughafen anfliegen werden diese Airports in zehn Kategorien unterteilt. Der Salzburger Flughafen liegt hier bei der Kategorie 9. Um diese Auflagen zu erfüllen sind 24.300 Liter Wasser zur Schaumerzeugung mit filmbildenden Schaummitteln und einer Ausstoßrate von 9.000 Litern in einer Minute sowie 450 kg Löschpulver in mindestens drei Flugplatzlöschfahrzeugen bereitzuhalten.

 

Die Eingreifzeit auf den gesamten Flugbetriebsflächen darf nicht mehr als 180 Sekunden betragen. Nach Ablauf dieses kurzen Zeitfensters muss die erste Mannschaft vor Ort bereits mit Lösch- Rettungs- und Bergemaßnahmen begonnen haben. Hier ist es essentiell, dass nicht nur gut ausgebildete Fachleute am Unfallort arbeiten, sondern dass auch die verwendeten Hilfsmittel am letzten Stand der Technik sind.

 

„Heute stehen neben 6 Einsatz-Fahrzeugen die Menschen im Mittelpunkt, die mit diesen Maschinen und Gerätschaften am Flughafen gemeinsam zum Wohl von uns allen einen perfekten Job im Bereich der Sicherheit abliefern. Sepmer Paratus („Allzeit bereit“) heißt es in diesem Arbeitsumfeld, denn hier können Sekunden ausschlaggebend sein um Menschen, Gerätschaften oder Gebäude zu retten. An dieser Stelle sei allen Flughafenmitarbeitern und Flughafenmitarbeiterinnen und Mitgliedern der Blaulichtorganisationen, die in diesem Bereich tätig sind, größter Dank der Geschäftsführung ausgesprochen,“ so Flughafengeschäftsführer Roland Hermann bei der heutigen Florianifeier im amadeus terminal 2.

 

„In Notfallsituationen muss alles sehr schnell, reibungslos, unbürokratisch und professionell funktionieren. Dazu braucht man eine schlagkräftige und bestens ausgebildete Mannschaft, die optimal mit allen anderen Blaulichtorganisationen abgestimmt ist, sowie Fahrzeuge, Gerätschaften und Maschinen, die am letzten Stand der Technik sind. Beides ist bei der Flughafenfeuerwehr der Fall. Die 24 Brand- und 53 technischen Einsätze im Vorjahr zeigen, wie wichtig die Flughafenfeuerwehr ist und die Menschen, die sich zu jeder Tages- und Nachtzeit in ihren Dienst stellen. Ich bedanke mich bei den Mitgliedern der Flughafenfeuerwehr für den unermüdlichen und oftmals auch riskanten Einsatz und zolle den Männern und Frauen, die hier ihre Kraft, Energie und auch ihr Leben für die Sicherheit von Menschen, Gebäuden und Flugzeugen einsetzen, meinen höchsten Respekt,“ so Flughafenaufsichtsratschef Landeshauptmann Stellvertreter Dr. Christian Stöckl.

 

Insgesamt kann der Salzburger Flughafen auf 64 gut ausgebildete Feuerwehrleute für Not-Einsätze zurückgreifen. Davon kommen 15 Mann aus der Abteilung Rescue&Fire Fighting Services, der Rest des Feuerwehrteams wird aus den Fachbereichen rekrutiert (21 Männer und Frauen kommen aus dem Bereich Verkehr und 28 Mann aus dem Bereich Infrastruktur). Für jedes Mitglied des Feuerwehrteams wurde übrigens eine durchschnittliche Ausbildungszeitz von knapp 70 Stunden aufgewendet.

 

Im Jahr 2016 rückte das Flughafenfeuerwehrteam zu 77 Einsätzen (14 Befreiungen aus Notlagen etwa Aufzügen, 1 KFZ Bergeeinsatz, 6 Verkehrsunfälle, 18 Öleinsätze, 6 Sturmschäden- bzw. Hochwassereinsätze, 4 Flugzeugzwischenfälle und 4 sonstige Einsätze) aus.

 

Fahrzeugdaten Florianifeier für die Weihe

1 Einsatzleitfahrzeug - ELF

Mercedes-Benz Sprinter 316 CDI 4x4, Baujahr 2016
Ausstattung: 2 Handfeuerlöscher, Div. Einsatzunterlagen, Digitalkamera, Mobiltelefon, Notebook, Drucker, WLAN, Funk Turm/Tower, interner TETRA Funk Flughafenfeuerwehr, BOS Gruppe (Stadt SBG- S-Haupt, Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Salzburg)   

 

1 Flughafenlöschfahrzeug - FLF3  „Panther3“ 

Panther 6x6 S, Rosenbauer 33,700 / Volvo Euro 5, Baujahr 2014
Ausstattung: 9000 l Wasser, 1000 l Schaummittel AFFF, 250 kg Pulver, 2 Schnellangriffseinrichtungen, Monitorleistung: Dachmonitor: 6000 l/min
Frontmonitor: 1500 l/min2 schwere Atemschutzgeräte, 1 Wärmebildkamera, 1 Druckbelüftungsgerät 
Funk: 121,9 MHz Salzburg Turm
TETRA Flughafenfeuerwehr

 

1 Kommandofahrzeug - KDO

Mercedes Benz – Vito, Baujahr 2016

Ausstattung: 2 Handfeuerlöscher, Div. Einsatzunterlagen, 1 schweres Atemschutzgerät, Digitalkamera, Poly SL 50 CAFS Schaumlöschanlage, Mobiltelefon, Funk Turm/Tower, interner TETRA Funk Flughafenfeuerwehr, BOS Gruppe (Stadt SBG- S-Haupt, Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Salzburg)     

 

1 Kleinlöschfahrzeug - KLF

Mercedes Benz, Sprinter 4x4

Mannschaftskabine (max. Besatzung 1:4)
Ausstattung: 1 Löschanlage Poly Cafs 100l, 1 Stromerzeuger 9 kVA, 3 LED Arbeitsscheinwerfer a 50W, 1 Weber Akku Rettungsgerät SPS 270, 1 Hilti Säbelsäge WSR 1400, 1 Druckbelüftungsgerät elektrisch, Stufenlos Regelbar, 100 m B-Druckschlauch, 120 m C-Druckschlauch 42, Wasserführende Armaturen

 

1 Beleuchtungsfahrzeug – BELF

MB Sprinter 519 CDI, Baujahr 2016
Ausstattung: Generator: Polyma Bj. 1991 Leistung: 19 kVA
Beleuchtung: 4 x 200 W LED fix montiert und 3 x 1.500 W tragbar für Stativ mit Kabelverlängerung. Arbeitshöhe: max auf 7m

 

2 Klein-KFZ    

VW Fox, Baujahr 2010
Skoda Fabia, Baujahr 2016

 

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