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1996–2006: Start ins Low-Cost-Zeitalter

Als Ende 2000 die englische British Airways die Wiederaufnahme der Salzburg-Flüge ab London Gatwick ankündigte, schien die Linienwelt auf dem Salzburg Airport, die nach der Einstellung der Lauda-Flüge arge Risse bekommen hatte, wieder in Ordnung.

 

Der erste Low-Cost-Carrier
Der erste Low-Cost-Carrier
Gegenwärtig verfügt der Salzburg Airport W. A. Mozart über eine Start- und Landebahn von 2.850 Metern Länge, die für den Schlechtwetterbetrieb nach Cat. II/III bei Sichtweiten von lediglich 200 Metern zugelassen ist. Zusätzlich verfügt die Flugsicherung Austro Control über modernste Radar- und Navigationshilfen.


Lauda Air bietet seit einigen Jahren sogar Nonstop-Langstreckenflüge in die Karibik an. Bei allen flughafenzugehörigen Organisationen wurden fast 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Für Lärmschutz investierte man bereits mehr als 100 Millionen Schilling. Im Jahr 2000 erzielte der Salzburg Airport W. A. Mozart ein Rekordergebnis von 1.265.000 Passagieren.

Low-Cost-Carrier
Der Einstieg der so genannten Low-Cost-Carrier stellte auch für den Salzburger Flughafen eine gewisse Herausforderung dar, die schnell gemeistert wurde: Als erster Flughafen Österreichs begrüßte er Anfang 2001 eine klassische Billigfluglinie. Die irische Ryanair fliegt seit 4. April 2001 zweimal täglich mit B737-800 Maschinen zwischen Salzburg und London Stansted und befördert jährlich mehr als 200.000 Passagiere auf dieser Strecke. Seit 2004 sind am Flughafen Salzburg noch 2 weitere Billiganbieter vertreten. Die neue Fluggesellschaft von Niki Lauda "Niki" bedient in Kooperation mit Air Berlin vor allem Destinationen im Mittelmeerraum zu günstigen Preisen. Die Anbindungen nach Deutschland (Köln, Hamburg, Hannover und Berlin) haben durch den Markteintritt des deutschen Low Cost Carriers HLX Hapag Lloyd Express im Jahr 2004 eine gewaltige Aufwertung erhalten. Seit 2005 bietet Thomsonfly ganzjährig Flüge nach Coventry an und SkyEurope verbindet Salzburg mit den europäischen Metropolen Barcelona und Manchester. Daneben existieren weitere saisonale Billiganbindungen nach Großbritannien, Irland und Norwegen.

 

Incoming-Tourismus
Im Charterverkehr wird der volkswirtschaftlich so wichtige Incoming-Tourismus verstärkt. Insbesondere ist es gelungen, neben den Hauptaufkommensgebieten Großbritannien und Skandinavien auch den Quellverkehr aus Osteuropa zu entwickeln. Russland und Polen zählen zu den Hoffnungsmärkten und entwickeln sich in ihrem Beitrag zum Gesamtverkehrsaufkommen des Salzburg Airport sehr erfreulich. Es kann davon ausgegangen werden, dass durch den laufenden Integrationsprozess in der EU wichtige Impulse für die Entwicklung eines florierenden Skitourismus aus diesen Gebieten kommen werden.

 

Ausbau der Verbindungen
Doch nicht nur durch Low-Cost wuchs die Anzahl der Linienpassagiere, sondern auch durch den stetigen Ausbau der Verbindungen zu den wichtigsten europäischen Drehscheiben. Bis zu viermal täglich werden ab Salzburg die Drehscheiben Düsseldorf, Frankfurt und Wien von Austrian Arrows in Zusammenarbeit mit den großen europäischen Lufverkehrsgesellschaften Austrian Airlines, Lufthansa und neu ab Dezember 2006 auch London durch die Britsh Airways bedient. Damit sind nicht nur die Star Alliance Drehscheiben erreichbar, sondern auch OneWorld zeigt in Salzburg Flagge.

 

"amadeus terminal 2"
Auch auf der touristischen Seite konnte der Flughafen im letzten Jahrzehnt seine Position ausbauen. Die Zahl der Wintergäste aus den klassischen Ländern wie England und Skandinavien, konnte kontinuierlich gesteigert werden. Dazu kam die Erschließung neuer Märkte, wie Russland, Ukraine oder Estland. Um den immer wachsenden Urlauberansturm bewältigen zu können, entschloss sich der Flughafen 2002 ein zusätzliches Charterterminal zu bauen, das in der Sommersaison auch als Veranstaltungsort unter dem Markennamen "amadeus terminal 2" für Veranstaltungen aller Art genutzt werden kann. Weiter verbessert wurden auch die Möglichkeiten für heimische Gäste, in den Urlaub ab Salzburg zu fliegen. Über 35 Urlaubsdestinationen stehen dem sonnenhungrigen Fluggast inzwischen zur Auswahl.

 

Hangar-7
Mit dem Bezug des Hangar-7 durch Red Bull / Flying Bulls im Jahr 2003 bekam der Salzburger Flughafen nicht nur eine bemerkenswerte Flugzeugsammlung in die Mozartstadt, sondern auch eine architektonisches Highlight, das weltweit einzigartig ist.

 

Travel Value Shop
Für den Passagier wurde in dieser Zeit auch innerhalb der Gebäude vieles getan: Der Travel Value Shop wurde ausgebaut und erneuert. Auf der Landseite wurde die Ladenpassage zwischen Abflughalle und Ankunftshalle erneuert, in der man von Bank und Post, über eine Bäckerei bis zur Boutique alles findet, was das Herz begehrt.

 

Ausblick
Gerüstet für die Zukunft blickt der Salzburg Airport W. A. Mozart entspannt und optimistisch in die Zukunft. Durch weitere Infrastrukturmaßnahmen ist das maßvolle Wachstum des wichtigsten Flughafens zwischen München, Venedig und Wien gesichert.

Flightinfo