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1966-1976: Neues Terminal, neue Jets

Nach dem Ausbau der neuen Landebahn 1960 stieg die Zahl der Fluggäste sprunghaft von 12.000 auf über 121.000 Passagiere im Jahr 1965.


In diesem Jahr konnte der Salzburger Flughafen ein Aktivum von über 4 Mio. Schilling erwirtschaften, das zur Gänze investiert wurde.

 

Der Flughafen 1967
Der Flughafen 1967

In den Jahren nach 1966 ging die Entwicklung des Salzburger Flughafens erfolgreich weiter. So konnte Flughafendirektor Spazier einem Journalisten im Oktober 1969 berichten, dass "bis zum Jahresende 842 Charterflugzeuge gemeldet sind. Insgesamt haben uns 1969 neunzehn Chartergesellschaften angflogen. Unsere Gäste kommen aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, England, Deutschland, Holland und Belgien. Die maximale Tagesbelastung beträgt 26 Flugzeuge mit insgesamt 3.458 Fluggästen."

 

Am Montag 25. Juli 1966, wurde das neue Fluggast-Abfertigungsgebäude in Betrieb genommen und im Rahmen der Festspieleröffnung feierlich seiner Bestimmung übergeben. Salzburg erhielt damit zweifellos den modernsten Länderflughafen Österreichs: "Ohne Gedränge können in einer Stunde 300 ankommende und 300 abfliegende Passagiere mit ihrem Gepäck abgefertigt werden, wobei Vorsorge getroffen wurde, dass in Zukunft ohne Änderung des funktionellen Ablaufes die Kapazität erweitert werden kann", hieß es in einer Presseaussendung.

 

Zeitalter der Jets
Auf dem Salzburger Flughafen bekann nun so richtig das Zeitalter der Jets. Im September 1966 landete eine Boeing 727 der kanadischen Ward Air im Direktflug vie Grönland in Salzburg. De Berliner Chartergesellschaft Modern Air setzte die vierstrahlige Convair CV-990 nach Salzburg ein, Sterling flog regelmäßig mit der Caravelle und konnte am 21. März 1970 die tausendste Landung in Salzburg feiern. Dan Air London mit Comet 4C und Sabena/Sobelair aus Belgien mit der Boeing 707 ergänzten das bunte Bild. Daneben standen jedoch noch immer Kolbenmotor- und Turboprop-Flugzeuge im Dienst, vor allem Vikers Viscount, DC-6, Lockheed Electra und convair 440/640.

 

Schwierigkeiten der AUA
Die Sanierung der verschuldeten AUA hatte für den Salzburger Flughafen wichtige Folgen: Die Einstellung des Inlandflugdienstes der AUA führte zur Entlassung von AUA-Personal. Salzburg konnte von Glück sprechen, sich auf Charterflüge konzentriert zu haben. Diese konnten wenigstens einen Teil des AUA-Ausfalls wettmachen. Trotz allem gingen die Bautätigkeiten ohne Unterbrechung voran. Eine weitere Folge der Schwierigkeiten von AUA war für Salzburg ein erheblicher Passagierrückgang. Der Geschäftsbericht von 1970 wies auch Verluste im Charterflugverkehr auf.

 

Schutzverband
1971 ging der Salzburger Flughafen - aufgrund der ständigen Proteste des Schutzverbandes - auf eine Kompromisslösung ein. Man einigte sich vorerst auf eine Verlängerung der Piste auf 2200 Meter. Außerdem beschloss die Geschäftsführung wirksame Lärmschutzmaßnahmen auf eigene Kosten an den Häusern von Anrainern anzubringen. Das Passagieraufkommen zeigte eine Aufwärtsentwicklung. Trotz der Kompromisslösung wurde eine rege Diskussion über die Verlängerung der Piste von 2200 auf 2600 Meter fortgesetzt. Auch 1973 gab es noch immer heftige Auseinandersetzungen zwischen der Geschäftsführung des Salzburger Flughafens und dem Schutzverband, der außerdem die Installierung von Fluglärm-Überwachungsanlagen verlangte.

 

Höhepunkt des Jahres 1975 war das Treffen der Präsidenten Ford (USA) und Sadat (Ägypten) in Salzburg, wo schon im Juni 1974 Richard Nixon mit seiner Boeing 707 "United States of America" gelandet war. Das Treffen Ford/Sadat brachte gleichzeitig fünf Boeing 707 und je eine ägyptische und amerikanische Transportmaschine auf das Vorfeld des Flughafens.

Flightinfo