Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Computer zu.Mehr erfahrenOK
 
11px | 12px | 13px
RSS feed
Drucken
Als Favorit speichern
Flughafen auf Facebook
Flughafen auf Google Plus
Flughafen auf Twitter
Flughafen auf Instagram

Die Geschichte des Salzburg Airport

Nach 88-jähriger Flughafengeschichte (1926-2014) gilt es heute, unter Wahrung der ökologisch-ökonomischen Balance, Zukunftssicherung zu betreiben - zum Vorteil der Region und ihrer Anbindung an das internationale Luftverkehrssystem.

1926 - 1936: Das Jahrzehnt des Aufbaus

Bereits 1925 wurde in Salzburg eine "flugtechnische Arbeitsgemeinschaft" aus ehemaligen Feldpiloten, Flugtechnikern und Flugsportliebhabern gegründet.

 

Außerdem beschloss man in diesem Jahr die Errichtung des "Salzburger Fliegerverbandes". Im Juni 1925 wurde der künftige Landeplatz in Maxglan eingeebnet. Am 16. August 1926 war es dann soweit: Der städtische Flugplatz Salzburg wurde eröffnet.

 

Mit Salzburg existierte in Österreich der fünfte Flugplatz. Die deutsche Lufthansa flog bereits im Sommer die Strecke München-Salzburg-Reichenhall und zurück. Erstmals Reklame aus der Luft in Salzburg: das Flugzeug Tirol A 25 warf Werbezettel ab.


Der Städtische Flugplatz Salzburg anno 1926
Der Städtische Flugplatz Salzburg anno 1926

Die ÖLAG (Österreichische Luftverkehrs AG) eröffnete am 19. April 1927 den Flugverkehr Wien-Salzburg-Innsbruck. Außerdem wurden im Mai 1927 eine Fliegerschule sowie ein Flugunternehmen mit Flugzeugbau gegründet. Beide bildeten auch das Flugpersonal aus und führten Passagier- und Schauflüge durch. Neue Ziele waren Tschechien, Slowakei, Italien und Ungarn.

 

Damit begann ein Aufschwung des Luftverkehrs, der jedoch nur einige Jahre anhielt. Am 31. Oktober wurde die "Österreichische Fliegerschule Salzburg" gegründet. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

1936 - 1946: Vom "Luftgaukommando" zum US-Airport

Kaum hatte Österreich am 12. März 1938 als selbständiger Staat zu bestehen aufgehört, veröffentlichten die neuen Machthaber Modernisierungspläne für den Salzburger Flugplatz.

 

Geschrieben wurde vom Ausbau der bestehenden Landewiese und dem Neubau eines großen Flughafens nordwestlich davon, die Trasse der sogenannten Reichsautobahn berührend. Bei einem Besuch Hermann Görings 1938 wurde das Modell eines neuen Salzburger-Großflughafens gezeigt.

1943 wurde der Salzburger Flughafen dem Luftgaukommando VII in München unterstellt. Im Herbst 1944 tauchte das neu entwickelte Düsenjagdflugzeug Me-262 auf. Als am 16. Oktober 1944 amerikanische Flugzeuge erstmals die Stadt Salzburg bombardierten und anschließend noch fünfzehn Mal Angriffe auf die Stadt flogen, blieb der Flughafen im Gegensatz zur Innenstadt unbeschädigt.

Von den Deutschen wurde das Flugfeld auf 80 ha erweitert, die Start- und Landepiste 10/28 betoniert (1200 mal 60 Meter), ein großer Hangar mit 35 m Frontlänge im Bereich Kugelhof und ein kleiner Hangar beim Karolingerwald gebaut.

 

Mit der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde der Salzburger Flughafen auch offiziell von den Amerikanern übernommen. Damit hieß er erstmals in seiner Geschichte "Salzburg Airport". ›› dieses Jahrzehnt im Detail

 

1946 - 1956: Salzburg - die Wiege der österreichischen Luftfahrt in der zweiten Republik

Die Amerikaner brachten neben kleinen einmotorigen Flugzeugen des Typs Stinson L5 auch zweimotorige DC3-Flugzeuge nach Salzburg.

Ab August 1947 begann der Zivilluftfahrtverkehr nur ansatzweise. Der Salzburger Flughafen war der erste der österreichischen Flughäfen, dem es gelang, sich in den europäischen Linienflugverkehr wieder einzugliedern. Dabei kam Salzburg zugute, dass es der zentrale Sitz der amerikanischen Besatzungsbehörde war. Dadurch versprachen sich die Fluggäste des Salzburger Flughafens einen günstigen Überseefluganschluss.

 

Salzburg Airport anno 1949
Salzburg Airport anno 1949

1955 steht für den Beginn eines modernen Flughafens in Salzburg. Der neue Geschäftsführer Dr. Hans Deutsch übernahm am 25. Oktober 1955 den Salzburger Flughafen. Hans Meßner war als Flughafenbetriebsleiter tätig. Im Dezember dieses Jahres wurden die Pläne einer neuen Piste mit der Unter- oder Umfahrung der Innsbrucker Bundesstraße bekannt.

 

Die alte Betonpiste wurde saniert. Dies konnte aber nicht über die Mängel der Start- und Landebahn hinwegtäuschen. Zusätzlich wurde die Aufnahmebaracke neu adaptiert. Weiters plante man das Vorfeld auszudehnen. Der Flughafen verfügte 1955 über eine Piste von 1200 m Länge und 60 m Breite. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

1956 - 1966: Der Flughafen wird ausgebaut

Ganz im Zeichen der Diskussion um den vorgeschlagenen Flughafenausbau stand die zweite Hälfte der Fünfzigerjahre.

 

Es ging dabei einerseits um die Errichtung einer 2000-2200 Meter langen Nord-Süd-Piste zwischen Westautobahn und Glanfluss, andererseits aber auch um die Notwendigkeit eines Flughafenausbaues am alten Standort, eine Verlegung in den Flachgau und um den Stellenwert des Flugtourismus im gesamten Touristikaufkommen Salzburgs.


Mit Dipl.-Ing. Wilhelm Spazier wurde erstmals ein Techniker zum Geschäftsführer der Salzburger Flughafenbetriebsges. m.b.H. ernannt.  Am 17. Juli 1959 startete der Bau der neuen Piste mit einer Länge von 2200 m und einer Breite von 45 m. Außerdem wurde mit der Unterführung der Innsbrucker-Bundesstraße begonnen. Die neue Piste des Salzburger Flugplatzes konnte am 1. Juli 1960 eröffnet werden. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

 

1966 - 1976: Neues Terminal, neue Jets

Am Montag, dem 25. Juli 1966, wurde das neue Fluggast-Abfertigungsgebäude auf dem Salzburger Flughafen in Betrieb genommen und im Rahmen der Festspieleröffnung feierlich seiner Bestimmung übergeben.

 

Salzburg-Landung von US-Präsident Richard Nixon
Salzburg-Landung von US-Präsident Richard Nixon

 

Salzburg erhielt damit zweifellos den modernsten Länderflughafen Österreichs. Höhepunkt des Jahres 1975 war das Treffen der Präsidenten Ford (USA) und Sadat (Ägypten) in Salzburg, wo schon im Juni 1974 Richard Nixon mit seiner Boeing-707 "United States of America" gelandet war. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

Das Treffen Ford / Sadat brachte gleichzeitig fünf Boeing-707 und je eine ägyptische und amerikanische Transportmaschine auf das Vorfeld des Flughafens.

Treffen Ford und Sadat 1975 in Salzburg
Treffen Ford und Sadat 1975 in Salzburg

1976 - 1986: Salzburg Airport als "Alpen-Gateway"

Anfang der 80er Jahre stellte sich das neue Team des Flughafen-Managements nach Kontakten mit Salzburger Fremdenverkehrs-Fachleuten und Luftverkehrs-Beratungsfirmen zur Aufgabe, die folgende Vision in die Tat umzusetzen.

 

Ing. Roland Hermann, damals neuer Verkehrsleiter, erinnert sich: "Wichtigstes Ziel unseres Unternehmens war es damals, die Eigenwirtschaftlichkeit zu erreichen - ein Ziel, das bei einem angenommenen Break-Even-Point von 800.000 Passagieren bei einem Wert von 280.000 Passagieren für das Jahr 1982 in weiter Ferne gelegen schien.“ Aufbauend auf dieser Vorstellung stand die Suche nach vorhandenen Märkten, die zum Flughafen Salzburg und damit ins Salzburger Land hin verlagert werden könnten.

1983 konnte die Startbahn auf ihrer vollen Länge von 2550 m durch Einbeziehung der vorhandenen Stoppfläche genutzt werden. Vorausgegangen waren kluge Entscheidungen des neuen Direktors, Dipl.-Ing. Günther Auer, der von sich aus auf die Anrainer zuging und wesentlich zum Aufbau einer friedlichen Koexistenz des Flughafens mit seinen Nachbarn beitrug.

 

Es gelang tatsächlich, die wichtigsten englischen Reiseveranstalter im Winter- und Sommercharterverkehr nach Salzburg zu bringen. Als noch das neue mikroprozessorgesteuerte Landesystem SEL-4000 in Betrieb ging, waren die technischen Weichen für eine positive Flughafenentwicklung gestellt. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

 


1986 - 1996: Ein leistungsfähiger europäischer Regionalflughafen

Nur zwei Zahlen sollen die Bedeutung des letzten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts für den Salzburger Flughafen sowie für Wirtschaft und Fremdenverkehr seiner Region illustrieren: Wurden 1986 noch 460.004 Passagiere gezählt, waren es 10 Jahre später fast dreimal soviel.

Die zu Beginn der 80er Jahre vom neuen Flughafen-Management entwickelte Strategie, die darauf abzielte, den englischen und skandinavischen Gast im Incoming-Charterverkehr via Salzburg nach Österreich zu bringen, ging voll auf.

 

Am 23.4.1984 war das Überschallflugzeug "Concorde" zu Gast in Salzburg
Am 23.4.1984 war das Überschallflugzeug "Concorde" zu Gast in Salzburg

Das große Airfestival zum 60. Geburtstag des Flughafens mit Oldtimern, Kunstflugmaschinen und Militärjets, fand vom 14. bis 17. August 1986 vor mehr als 30.000 Zuschauern statt. Unter die Erfolgsfaktoren des Unternehmens kann vor allem der Weg zum umweltorientierten Flughafen anführen.

 

Die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung verlangt eine transparente Darstellung der Umweltproblematik, die der Flughafen Salzburg zu dieser Zeit vor allem in Form der Zusammenarbeit mit dem Stadtumweltamt begonnen hat. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

1996 - 2006: Gelungener Start ins Low Cost Zeitalter

In der Zeit zwischen 1996 und 2006 konnte der Salzburg Airport W.A. Mozart seine Position als wichtigster Bundesländerflughafen Österreichs verteidigen und weiter ausbauen.

 

Die Zahl der abgefertigten Passagiere stieg auf rund 1,8 Millionen an. Gleichzeitig sank die Zahl der Flugbewegungen deutlich, weil die Airlines auf modernere, größere und damit lärmreduzierte Maschinen setzen.

Als erster Flughafen Österreichs begrüßte der Flughafen Salzburg Anfang 2001 eine klassische Billigfluglinie. Heute fliegen außer Ryanair noch TUIfly, Thomsonfly und Niki regelmäßig ganzjährig nach Salzburg. Auch auf der touristischen Seite konnte der Flughafen im letzten Jahrzehnt seine Position ausbauen. Über 35 Urlaubsdestinationen stehen dem sonnenhungrigen Fluggast inzwischen ab Salzburg zur Auswahl.

Um den gestiegenen Sicherheitsanforderungen zu entsprechen, entschloss sich der Flughafen 2002 ein zusätzliches Charterterminal zu bauen, das in der Sommersaison auch als Veranstaltungsort unter dem Namen „amadeus terminal 2“ für Veranstaltungen aller Art genutzt werden kann.

Eröffnung des Hangar-7 am Salzburg Airport 2003
Eröffnung des Hangar-7 am Salzburg Airport 2003


Mit dem Bezug des Hangar-7 durch Red Bull / Flying Bulls im Jahr 2003 bekam der Salzburger Flughafen nicht nur eine bemerkenswerte Flugzeugsammlung in die Mozartstadt, sondern auch ein architektonisches Highlight, das weltweit einzigartig ist.

Für den Passagier wurde in dieser Zeit auch innerhalb der Gebäude vieles getan: Der Travel Value Shop wurde ausgebaut und umgestaltet. Erneuert wurde auch die Ladenpassage zwischen Abflughalle und Ankunftshalle. ›› dieses Jahrzehnt im Detail

Flightinfo