Wer ist wo auf dem Flughafen für die Flugzeuge verantwortlich? Die Flugzeuge bleiben solange unter der Kontrolle der Austro Control (ACG), bis sie auf das Vorfeld einrollen und dort von einem Follow-me Fahrzeug abgeholt werden.
Ab diesem Zeitpunkt sind die Flugzeuge unter der Kontrolle des Flughafens. Verlässt ein Flugzeug den Salzburg Airport, so ist die Zuständigkeit nach dem Verschließen der Türen wieder bei der Austro Control. Vom Flughafen ist somit nach dem Verschließen der Türen die Zuständigkeit wieder an die Austro Control gegangen, obwohl das Flugzeug noch auf dem Vorfeld positioniert ist. Die ACG erteilt die Roll- und später die Startfreigabe.
Start- und Landebahn, Anflugsender (Landekurssender, Gleitwegsender)
Landekurssender/Localizer: Gibt dem Piloten die Richtung an, die er einhalten muß, um sicher auf dem Flughafen zu landen.
Gleitwegsender: Gibt den Gleitweg an. In einem Neigungswinkel von 3° wird das Flugzeug auf die Piste heruntergebracht. Auf diesen Strahl wird das Flugzeug von der Flugsicherung von unten herangeführt und aufgesetzt. Der Pilot wird dann bis auf Sichthöhe (200ft/60m) heruntergelotst, muß dann aber entscheiden, ob er landet oder nicht. Dabei dienlich ist die Befeuerung am Boden. Sollte er diese nicht sehen wird das Fehl-Abflugverfahren durchgeführt.
Anflugrichtung: 16/34 (Instrumentenanflug/Sichtflug). Ein Landeanflug nach Instrumenten ist nur aus Norden möglich, da im Süden die Berge als Hindernis aufscheinen. Der Gleitwegsender und der Landekurssender reichen ca. 25 Meilen nach Norden.
Salzburger Situation: Opposite traffic, Flugzeuge kommen aus Norden und fliegen nach Norden
In welche Richtung der Pilot starten möchte, entscheidet er alleine. Ihm wird je nach Windsituation eine Richtung angeboten (runway in use), welche er nehmen kann oder auch nicht. Die Flugsicherung entscheidet nicht über die Abflugrichtung (16/34), setzt aber die "runway in use" fest.
Ist es aus Wettergründen (Wind) nicht möglich auf 16 zu landen, so müssen die Piloten in einem vorgegebenen Winkel ab einem Marker (SI), der sich außerhalb des Flughafengeländes (in Verlängerung der Piste) befindet, nach links in Richtung Salzach fliegen, dann in einem Rundkurs im Sichtflug auf 34 landen. Sollte der Pilot bei seinem Sichtanflug den Flughafen auf seiner rechten Seite nicht mehr sehen können, so hat er den Anflug abzubrechen und zum Abflugpunkt (VOR) zurückzufliegen. Sollte schönes Wetter sein, ist es dennoch möglich nicht auf 16 zu landen, sondern einen anderen Anflug auf den Flughafen zu wählen, wenn dies der Pilot wünscht und dies möglich ist (= Sichtflug nach Genehmigung durch ACG).